Landeskriminalamt eingeschaltet - weitere Schritte wurden gesetzt
Die Hackergruppe Anonymous, AnonAustria hatte in der Nacht zum Mittwoch bekanntgegeben, mehr als 600.000 Datensätze der Tiroler Gebietskrankenkasse zu besitzen. Die Aufregung ist groß und die Spezialisten der Tiroler Gebietskrankenkasse unternehmen derzeit alles, um ein mögliches Datenleck in der TGKK ausfindig zu machen. Kassenobmann Michael Huber: „Der Landesverfassungsschutz bzw. das Landeskriminalamt ist bereits eingeschaltet und die TGKK arbeitet eng mit diesen zusammen.“ Huber zufolge wurden folgende weitere Schritte gesetzt:•Die bisherige Überprüfung der EDV-Sicherheitssysteme des Hauptverbandes (ITSV) und der TGKK brachten keine Hinweise, dass das Netz des ITSV oder der TGKK gehackt wurde.
•Bis restlos geklärt ist, woher das Datenleck kommt, stellt die TGKK ab sofort auch keine Daten mehr den öffentlichen Krankenanstalten, Rettungsdiensten usw. zur Verfügung.
Bereits am Vormittag hatte der stv. TGKK-Direktor Dr. Heinz Hollaus in einer ersten Stellungnahme festgestellt: „Die Daten unserer Versicherten sind nach dem neuesten Stand der EDV-Technik gesichert. Daten über Diagnosen, Medikamentenkonsum und Einkommensverhältnisse sind bestmöglich geschützt. Die TGKK ist gesetzlich oder vertraglich verpflichtet, gewisse Daten an Körperschaften öffentlichen Rechts und Vertragspartner etwa zu Abrechnungszwecken weiter zu geben. Diese Datenweitergabe erfolgt auf gesicherten Leitungen. Alle Empfänger unterliegen ebenfalls den strengen Datenschutzbestimmungen.“
Besorgte Versicherte, die in ersten Reaktionen ihre e-card sperren lassen wollten, können beruhigt sein: Auf der e-card sind keinerlei sensible Daten gespeichert. Sie dient lediglich dazu, beim Vertragspartner einen Leistungsanspruch nachzuweisen. Die TGKK wird über die Ergebnisse ihrer Nachforschungen weiter informieren, heißt es in der Aussendung der TGKK.








