08.08.2016, 16:36 Uhr

19-Jähriger wird mit Defibrillator zum Lebensretter

Entnimmt man den Defibrillator aus der Vitrine, wird automatisch eine Sprechfunkverbindung mit der Rettungsleitzentrale aufgebaut und die GPS-Ortung aktiviert. (Foto: Walter Schaub-Walzer / PID)

Durch den schnellen und richtigen Einsatz eines Defibrillators wurde ein junger Grazer in der Neubaugasse zum Lebensretter.

NEUBAU. Wie wichtig es manchmal sein kann, schnell und richtig zu reagieren, zeigt ein Zwischenfall in Neubau. In der vergangenen Woche wurde ein junger Mann in der Neubaugasse zum Lebensretter, nachdem er zufällig an einem Geschäft vorbei kam und den Ernst der Lage erkannte.

Dort erlitt ein 79-jähriger Mann einen Herz-Kreislauf-Stillstand. „Eine Mitarbeiterin hat bereits den Notruf 144 gewählt. Ich habe einem Mann zugerufen, einen Defi zu holen“, sagt der 19-jährige Niklas Palt. Zeitgleich begann der Ersthelfer mit der Herz-Druckmassage. Mit dem Defibrillator der 150 Meter entfernten, öffentlich zugänglichen Gewista-Defi-Vitrine auf der Mariahilfer Straße 71A, kam der Helfer wenig später zurück.

Wie vom Gerät über Lautsprecher angewiesen, bereiteten die beiden Helfer alles für die Schockabgabe vor. Nur wenige Augenblicke später traf das erste Team der Berufsrettung Wien ein und übernahm die Wiederbelebungsmaßnahmen. Nach der Abgabe des dritten Schocks setzte beim Patienten der Herzschlag wieder ein. Er wurde vor Ort notfallmedizinisch betreut und für den Transport ins AKH Wien stabilisiert. Dort wird der Patient auf der Intensivstation betreut, sein Zustand ist stabil.

Harry Kopietz, Wiener Landtagspräsident und Präsident des Vereins Puls, der sich dem Kampf gegen den plötzlichen Herztod verschrieben hat, freut sich sehr über den erfolgreichen Einsatz eines öffentlichen Defibrillators. „Ein Herzstillstand kann jeden Menschen treffen, jederzeit und überall. Je mehr Defis es gibt und je mehr Laien damit umgehen können, desto mehr Menschen werden in Zukunft einen plötzlichen Herzstillstand überleben“, so Kopietz.
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