Mit unkonventionellen Mitteln will Pittens SPÖ-Bgm. Günter Moraw die "Öffis" forcieren.
Wann immer es geht, sollen Pittens Rathausmitabeiter und die Gemeinderäte ihr Auto stehen lassen und per pedes oder am Fahrrad die Dienstwege erledigen. "Sanfte Mobilität" heißt das Schlagwort. Der Grund: Bürgermeister und Co sind vom "E5-Fieber" (Programm für energieeffiziente Gemeinden) befallen.Der Grundgedanke ist super und schont gewiss die Umwelt.
Sogar Dienstanweisungen hat der SPÖ-Ortschef erlassen, dass alle machbaren Wege ohne Auto zu erledigen sind. Ist das nicht ein wenig heftig?
SPÖ-Bürgermeister Günter Moraw: "Ganz und gar nicht. Dienstwege nach St. Pölten sind bequem mit dem Wiesel zu bewerkstelligen, für Fahrten nach Wiener Neustadt wird das Bahnnetz genutzt und Wege in Pitten lassen sich oft Fuß oder mit dem Rad meistern." Und außerdem gibt's im Amt ja den Elektro-Roller für längere Ortsstrecken.
Ausgerechnet Öffi-Mangel
bei Weg in Bezirkshauptstadt
Fahrten nach Wiener Neustadt und sogar ins Regierungsviertel St. Pölten sind für Pittener also kein Problem. Der umweltfreundliche Weg über den "Seebensteiner Berg" oder über die Autobahn in die Bezirkshauptstadt hunzen weit mehr. SPÖ-Bgm. Moraw: "Nach Neunkirchen gibt es keine g'scheite Busanbindung. Uns trennt zwar nur ein Hügel, aber mangels Nachfrage wird einfach zu wenig angeboten. Das ist sicher verbesserungsbedürftig." Laut Moraw bilden besonders umweltbewusste Pittener daher Fahrgemeinschaften nach Neunkirchen.



