01.05.2016, 20:22 Uhr

Einmal von Pitten bis Hongkong

Sinn des Pittener Abendlaufs: Hilfe in der Region. Die Einnahmen kommen Familien in schwierigen Lebenslagen zu Gute.

Pittens Abendlauf ist DIE Lauf-Erfolgsgeschichte. Dabei wurden ca. 9.000 km (Pitten-Hongkong) zurückgelegt.

BEZIRKSBLÄTTER: Wie kamst du auf die Idee, den Pittener Abendlauf zu organisieren?
BARBARA WEIK:
Wir haben in der Familie oft darüber gesprochen, dass Pitten eine schöne Kulisse für einen Lauf bieten würde. Meine Mama gründete einen Verein, um notleidenden Menschen im In- und Ausland zu helfen. Vor acht Jahren überlegte sie, eine Benefizveranstaltung für ihre Hilfsprojekte. So entstand die Idee, einen Benefizlauf zu organisieren.

Mit wie vielen Startern hat der Lauf begonnen?
Bei der ersten Veranstaltung nahmen schon 70 Läufer teil. Die Runden wurden damals noch mit Stricherlisten gezählt. Ich stellte fest, dass der Lauf gut angenommen wurde. Mit dem Versuch, es etwas professioneller aufzuziehen, gab es beim 2. Lauf eine elektronische Rundenzählung und Zeitnehmung. Die Teilnehmerzahl hat sich in den ersten Jahren immer verdoppelt und steigt noch Jahr für Jahr.

Hast du schon einmal überschlagen wie viele Kilometer über die Jahre zusammengekommen sind?
Überschlagsmäßig waren es sicher über 10.000 Runden, also an die 9.000 km. Das ist die Strecke von Pitten nach Hongkong. Wow … unglaublich.

Wer aller hilft dir?
Es gibt ein paar treue Helfer, die schon von Beginn an dabei sind und denen ich sehr dankbar bin, dass sie mir jedes Jahr so toll helfen.
Die Organisation vor dem Veranstaltungstag mache ich ganz alleine. Ich habe keinen Verein, wo ich Leute einteilen kann. Es gibt sehr viele Arbeitsbereiche, die ich gerne abgeben würde, weil mir das alles oft zu viel wird. Meine Familie unterstützt mich sehr.

Wie viele Arbeitsstunden stecken hinter dem Abendlauf?
Ich kann nicht sagen, wie viele Stunden ich schon für den Abendlauf investiert habe. Im Herbst beginne ich immer, die wichtigsten Punkte zu fixieren – den Termin, die Zeitnehmung, die Band, die Vereine – und dann opfere ich meine Weihnachtsferien ein bisschen, Semesterferien intensiv und Osterferien Vollgas. Die zwei, drei Monate vor dem Lauf sind immer sehr intensiv. Da bleibt kaum Zeit für Freunde oder Freizeitaktivitäten.

Warum wirst du nicht müde, dieses Event auf die Beine zu stellen?
Darüber denke ich auch manchmal nach. Ich glaube, über den Sommer vergesse ich ein bisschen die extremen Zeiten. Und mir kommen immer wieder neue Ideen, die ich dann unbedingt umsetzen möchte. Manchmal überlege ich auch, wem ich das alles übergeben könnte weil ich sicher früher oder später damit aufhören werde. Doch dann denk ich mir: Wer ist so verrückt und tut sich das an? Ich bin in der Weise wirklich extrem. Es sind sicher die schönen Momente und das Gesamtergebnis, das mich immer wieder motiviert, weiter zu machen. Ich kann mir auch noch nicht vorstellen, dass es das alles irgendwann nicht mehr gibt. Weil ich alles aufgebaut habe.

Deine schönste Erinnerung an die Abendläufe?
Der schönste Moment jedes Jahr ist immer nach der Siegerehrung, wenn alles gut geklappt hat und die große Anspannung nachlässt. Oder wenn die Spendengelder den Familien übergeben werden oder als Florian Grasel einmal 100 km gelaufen ist, oder als ein Kind mit Krücken Runden gegangen ist und ihm vor Stolz die Tränen gekommen sind.

8. Abendlauf Pitten
Samstag, 23. April, für Kinder ab 15 Uhr, für Erwachsene ab 17 Uhr. Musik: ab 20 Uhr.
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