18.05.2016, 09:47 Uhr

Nächtliche Suchaktion nach Südkoreaner (55) am Kuhschneeberg

Das Waldstück am Kuhschneeberg, das bei der Suchaktion durchkämmt wurde. (Foto: Bergrettung Puchberg)

Bergrettung hatte eine harte Nacht +++ Vermisster kam mit Schürfwunden davon.

Die Bergrettung Puchberg musste am Abend des 17. Mai zu einer stundenlangen Suchaktion ausrücken.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Am Abend des 17. Mai wurde die Bergrettung Puchberg zu einem Sucheinsatz im Gebiet des Kuhschneebergs gerufen.
"Der in Wien lebende Südkoreaner war am späten Vormittag, mit der Absicht am Abend wieder auf der Hütte zu sein, zu einer Wanderung in Richtung Fadenweg aufgebrochen. Seine Route führte ihn, wie erst später bekannt wurde, über den Kuhschneeberg auf das Klosterwappen und wieder retour Richtung Faden", schildert Karl Tisch von der Bergrettung Puchberg.

Handy-Ortung half Rettern

Nachdem der Wanderer in den Abendstunden nicht wie erwartet auf der Hütte eintraf, wurde die Bergrettung Puchberg verständigt. Nach Abklärung der Umstände wurde eine Einsatzmannschaft, unter Mithilfe der Nachbarortsstelle Grünbach, zusammengestellt und der Hubschrauber des Innenministeriums zu einem Suchflug alarmiert. Schnell wurde klar, dass sich die Suche in die späten Abend- bzw. Nachtstunden ziehen wird. Eine Handyortung konnte das Gebiet, indem sich die abgängige Person befinden musste, eingrenzen, welches anschließend durch etwa 20 Bergretter aus zwei Ortsstellen systematisch durchkämmt werden konnte.

Vermisster war im "Märchenwald"

Gegen 1 Uhr am 18. Mai, man hatte bereits Vorkehrungen für eine Weiterführung des Sucheinsatzes in den Morgenstunden getroffen, kam die Meldung, dass der Abgängige gefunden war.
Er befand sich auf etwa 1460 Meter Seehöhe in einem Schneefeld zwischen dem Forstweg und den Frommbachwänden im sogenannten Märchenwald. Über die GPS-Koordinaten des Funkgerätes des Bergretters, der den Abgängigen gefunden hatte, konnten die weiteren Einsatzkräfte gezielt zu dem leicht verletzten geleitet werden. Mit leichten Abschürfungen, einem in Mitleidenschaft gezogenen Knie und ein wenig unterkühlt, konnte der Wanderer mittels KFZ der Bergrettung zur Edelweißhütte und weiter ins Tal verbracht werden. Warum er vom Weg abgekommen war? "Es herrschte Nebel und er hat im weitläufigen Gelände nicht mehr den richtigen Weg gefunden", so Tisch.

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