10.10.2016, 11:26 Uhr

NATURDENKMAL: die Baumgruppen im Vetsera-Park

Der Mammutbaum neben der Vetsera-Villa in Payerbach ist seit 1979 geschützt. (Foto: Bwag/CC BY-SA)
BEZIRK NEUNKIRCHEN (bs). Der Vetsera-Park zwischen Payerbach und Küb erinnert an die tragischen Ereignisse von Mayerling am 30. Jänner 1889, als Kronprinz Rudolf und Marie Alexandrine Freiin von Vetsera - seine Mary - unter immer noch nicht restlos geklärten Umständen aus dem Leben schieden. Helene Vetsera, die Mutter von Mary, erhielt nach dem vermuteten Doppelsuizid - Marys Abschiedsbrief wurde erst im Vorjahr entdeckt - vom Kaiserhaus quasi als Entschädigung für den Verlust ihrer Tochter die Villa samt Park.
1979 wurden etliche Baumgruppen im Vetsera-Park unter Naturschutz gestellt. Ursprünglich umfasste der Schutzbescheid den Mammutbaum (Sequoia gigantea), eine Winterlinde (Tilia cordata), eine Douglastanne (Douglas abies), Thujenzwillinge (Thuja occidentalis), sechs Birken (Betula) und vier Lärchen (Larix decidua). Die Birken- und Lärchengruppe wurde im Februar 1990 als "nicht mehr vorhanden" gelöscht, die Winterlinde fiel 1994 einem Sturm zum Opfer.
Das Areal gehört heute der Jüdischen Kultusgemeinde, die Villa verfällt.
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