21.06.2016, 09:37 Uhr

Aktionstag Energie 2016 bei Semperit Wimpassing

vlnr Christian Manhardt (eNu), Jürgen Tauber (Semperit), Christian Wagner (KEM Schwarzatal), Stephan Traussing (Energie Steiermark)
Wimpassing im Schwarzatale: Semperit Wimpassing | Am 7.6. 2016 veranstaltete das Semperit-Werk Wimpassing einen Aktionstag Energie. Dafür konnten vier kompetente Partner gewonnen werden: Die Energie- und Umweltberatung Niederösterreich (ENU), die Klima- und Energie Modellregion Schwarzatal (KEM), die Energie Steiermark (E1) und das Autohaus Orthuber.

Der Tag begann mit drei Vorträgen:
Silvio Reisinger, Energietechniker aus dem Bereich Engineering & Maintenance bei Semperit stellte vor, wie Semperit den Energieverbrauch systematisch reduziert. Er zeigte konkrete Projekte auf und unterlegte diese mit klaren Zahlen zur Energieeinsparung: In den letzten beiden Jahren konnte ein Äquivalent von 60 Gas-Haushalten und 300 Strom-Haushalten nachhaltig eingespart werden. Eindrucksvoll ist auch die Effizienzsteigerung bei der Dampferzeugung: Von 2012 auf 2015 konnte der Gasbedarf für die Herstellung einer Tonne Dampf signifikant gesenkt werden: Statt 70,7 m³/t werden nun nur mehr 68,3 m³/t verbraucht, das entspricht einer Verringerung um 30 Haushalte.

Christian Manhardt, Energieberater der ENU, präsentierte kurzweilig und pointiert, wie jeder Einzelne den Energieverbrauch beeinflussen kann. Besonders betonte er die Wichtigkeit, den tatsächlichen Stromverbrauch eine Geräts zu messen. Als Hilfsmittel bietet die ENU eine Energieberatung vor Ort für Haushalte an, bei denen auch ein Verbrauchsmessgerät verliehen wird. Im Rahmen dieser Beratungen wird besonders auf die Situation des Haushaltes eingegangen. Für Besucher des Aktionstags Energie ist die Beratung bis 30. Juni kostenlos, ansonsten ist ein Fahrtkostenersatz von € 30 zu bezahlen.

Von Energie Steiermark kam Stephan Traussing, der auf aktuelle Trends in der Elektrizitätswirtschaft einging, allen voran die Photovoltaik. Diese bietet den Vorteil, dass der erzeugte Strom auf vielfältige Art genutzt werden kann: Zum Heizen, Kühlen, Warmwasserbereitung, Laden eines E-Autos oder E-Bikes als Eigenverbrauch und bei Überschuss als Einspeisung ins öffentliche Netz. Einen klaren Trend sieht er in der Speicherung des erzeugten Stroms, weil dadurch der Eigenverbrauch optimiert werden kann und die Einspeisung ins öffentliche Netz minimiert wird. Energie Steiermark spendete auch 150 LED-Lampen, welche an die Semperit-Mitarbeiter verteilt wurden.

Der interaktive Teil des Energietags fand am Nachmittag statt: Zum direkten Test standen drei E-Autos zur Verfügung: Ein BMW i3 von Energie Steiermark, ein Renault Zoe der ENU und ein VW Golf von Orthuber. Weiters brachte das Autohaus Orthuber auch noch zwei E Räder und zwei E Roller mit. Alle Fahrzeuge wurden von den Semperitlern ausgiebig getestet, viele fuhren zum ersten Mal mit elektrischem Antrieb. Eines zeigte sich klar: Fahrleistung und Fahrgefühl der E-Autos sind mit normalen Autos vergleichbar, bei der Beschleunigung sind E-Autos sogar im Vorteil!
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