12.07.2016, 15:55 Uhr

Bei Altlasten wird mit zweierlei Maß gemessen

Auf der Luftaufnahme aus dem Rathaus Neunkirchen sieht man gut das alte B&U-Areal sowie den Orthuber-Parkplatz links außen. (Foto: Bezirksblätter)

Verhaltener Ärger: Fliegerbomben schlucken Grundbesitzer, Altlasten der Bund.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Vom Parkplatz der Familie Orthuber beim NSW-Gelände müssen Altlasten aus den B&U-Zeiten entsorgt werden. Kostenpunkt: 6 Millionen Euro (die BB berichteten). Und doch hat die Familie Orthuber dabei noch unverschämtes Glück. Denn wie Bürgermeister Herbert Osterbauer weiß: "Trägt der Bund 95 Prozent der Entsorgungskosten."

Kriegsrelikte – ein anderes Kaliber

Ganz anders verhält sich das mit dem Auffinden von Kriegsrelikten auf Privatgrundstücken. Deren Entsorgung blieb bis dato häufig bei den Grundbesitzern hängen. Salzburg etwa führte 2012 einen Musterprozess mit der Republik. Der ORF berichtete von einem juristischen Stillstand nach vier Jahren Prozessieren... Laut ORF kostet die Entsorgung einer Fliegerbombe rund 200.000 Euro.

Waschanlage und Brunnenschächte

Und wie geht's bei den B&U-Altlasten beim Parkplatz weiter? Osterbauer: "Die Lkw mit den Altlasten werden über die Schraubenwerkstraße und über die Wienerstraße abgeleitet. Am Parkplatz muss eine Waschanlage errichtet werden, um die Verschmutzung in Grenzen zu halten. Außerdem habe ich durchgesetzt, dass vorm Möbelix, wo der Gehsteig noch nicht gebaut wurde, vier Brunnenschächte geschlagen werden. Hier werden Messungen der Grundwasser-Qualität vorgenommen."

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