11.04.2016, 00:00 Uhr

"Man darf die Kunden nicht verarschen"

Genießen einen guten Ruf: Herbert List und Stefan Fally von der Gartengeräte-Ambulanz (v.l.) im Interview mit Thomas Santrucek.

Stefan Fally und Herbert List betreiben seit 2013 erfolgreich ihre Gartengeräte-Ambulanz in Neunkirchen.

BEZIRKSBLÄTTER: Gibt’s bei Euch eine strenge Trennung in Chef und Mitarbeiter?
FALLY/LIST: Nein, wir sind die Firma. So schaut’s aus.

Wie seid Ihr zu der Firma gekommen?
FALLY: Durch einen Freund, der das vorher schon gemacht hat. Als er aufhörte, meinte er, damit kann man echt viel Geld verdienen. Das war Ende 2011. Und als Herbert auch dazu kam, haben wir März 2013 durchgestartet und haben das Beste daraus gemacht.

Stehen Sie noch gerne hinter dem Rasenmäher in der Freizeit, wenn Sie doch immer damit zu tun haben?
LIST:
Natürlich. Ich habe 860 m2 zum Mähen und mir vor zwei Jahren einen Rasenmäher-Traktor gekauft. Ich habe schon in der Lehrzeit Rasenmäher und Kleinmotoristik repariert. Für mich ist Gartenarbeit absolut entspannend. Die Leute sehen ja auch deinen Garten und sehen dann, dass man das gerne macht.

Was ist das einmalige an der Gartengeräte-Ambulanz?
FALLY/LIST:
Das Vertrauen der Leute erarbeiten – wie ein Arzt. Wir bescheißen die Leute nicht und das wissen sie zu schätzen. Das Wichtigste ist natürlich eine gute Arbeit machen.

Was halten Sie von verwilderten Gärten?
LIST:
Jeder soll den Garten haben, den er gerne hat.

Wie oft soll man Rasenmähen?
FALLY:
Jetzt einmal pro Woche.

Gibt es Fehler, die man vermeiden muss?
FALLY: Natürlich. Viele stellen das Mähwerk zu niedrig ein, weil sie denken, wenn sie das Gras kürzer schneiden, ersparen sie sich Arbeit. Leider werden dann oft Wurzelstöcke und dergleichen erwischt. Das schadet dem Gerät.

Hat die Gartengeräte-Ambulanz noch Wachstumspotential?
FALLY:
In der Hauptsaison – ab Februar – genügt’s leicht. März, April kommt dann alles.

Was macht die Gartengeräte-Ambulanz im Winter?
FALLY:
Wir warten Schneefräsen, Motorsägen und Motorsensen.
LIST: Und wir animieren die Leute, dass sie nach der Saison, die Geräte nach der Saison zum Service zu bringen. Denn da ist es nicht so stressig. Im Jänner machen wir Urlaub.

Was kostet denn ein Service für den Rasenmäher?
FALLY:
36 Euro plus Material. Das ist ein Fixpreis. Wenn was gröberes wäre, wird der Kunde angerufen und gefragt, ob wir die Reparatur überhaupt durchführen sollen.

Zahlt sich eine Rasenmäher-Reparatur überhaupt aus?
LIST:
Kommt darauf an, wie teuer das Gerät war. Es macht einen Unterschied zwischen einem 1000-Euro-Gerät und einem chinesischen Gerät vom Baumarkt.

Was gehört zum Einzugsgebiet der Gartengeräte-Ambulanz?
LIST:
Von Schwarzau am Steinfeld über das Feistritztal bis nach Reichenau. Und sogar in Mattersburg sind wir mittlerweile. Selbst Ungarn kommen zu uns. Und viele Kundschaften kommen von der Konkurrenz, wie wir an den Aufklebern an den Geräten sehen.
FALLY: Unsere Qualität ist hervorragend. Wir putzen die Geräte so, dass Leute ihre Rasenmäher nicht wieder erkennen, so glänzen sie.
LIST: Wir haben so gut wie keine Reklamationen. Man darf den Kunden nicht verarschen. Wir verrechnen nicht irgenwelche Phantasiesummen, starten vor dem Kunden die Gerätschaften. Da sehen sie, dass es passt.
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