31.08.2016, 08:00 Uhr

15 Jahre Theatergruppe Frauenkirchen

Die Theatergruppe Frauenkirchen feiert ihr 15-Jahr-Jubiläum. (Foto: Theatergruppe Frauenkirchen)

Die Theatergruppe Frauenkirchen feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestandsjubiläum

FRAUENKIRCHEN. Alles begann mit einem Auftritt beim Frauenball in Frauenkirchen im Jänner 2002. Einige Damen sind mit der Bitte an Ingrid Kudera herangetreten, eine Mitternachtseinlage einzustudieren. Dazu war sie gerne bereit, wenn dafür alle im Sommer beim Theater mitmachen. Und daraus sind 15 Jahre „Theater in Frauenkirchen“ geworden.

Schwerpunkt Nestroy

In den ersten acht Jahren lag der Schwerpunkt auf Stücke von Johann Nestroy. Von den Einaktern „Die schlimmen Buben in der Schule“, „Zeitvertreib“ und 2012 „Frühere Verhältnisse“ bis zu den Klassikern „Der Talisman“, „Einen Jux will er sich machen“ oder „Lumpazivagabundus“ wurden so ziemlich alle Stücke des berühmten Volksdichter in der Aula der Hauptschule Frauenkirchen auf die Bühne gebracht.

Viel gibt es aus dieser Zeit zu erzählen: Auftritte ohne Perücke, Kulissen die in der Bühne verschwinden, Schauspieler die zu spät oder zu früh oder auch gar nicht auftreten, …

Mit den schlimmen Buben wagten wir uns auch nach in Kirschlag bei Linz zum “Österreichischen Amateurtheaterfestival”. Es war aufregend vor einer Jury zu spielen und danach ein Feedback zu bekommen. Trotz kleiner technischen Schwierigkeiten konnten wir aber überzeugen und bekamen viel Applaus. In Erinnerung geblieben ist uns die Jurywertung: „Wir finden es super, wenn Jung und Alt gemeinsam Theaterspielen, sozusagen generationenübergreifend, nur sollte jeder seinen eigenen Text können“.

2010 dann das große Experiment. Weg von den Komödien probierten wir zum ersten Mal ein ernstes Stück mit Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ und im Jahr darauf „Die Physiker“. Und der Erfolg gab uns Recht.

Seither sind wir mit unseren Stücken international unterwegs. Von „Der Revisor“ in Russland bis „Lord Arthurs Verbrechen“ in England und natürlich „Katzenzungen“, die in Wien spielen.

Heuer hat es uns wieder nach London verschlagen. In Pygmalion, dem Bühnenstück zum Musical „My fair Lady“, wollen wir uns den Weg von Eliza Doolitle vom Blumenmädchen zur Herzogin zu Gemüte führen.

Ein solches Jubiläum gibt auch die Möglichkeit sich zu bedanken: Zuerst bei den Schauspielern, die mit ihrem Engagement erst den Geist und Erfolg der Theatergruppe möglich machen. Danke auch an alle Helfer, die unermüdlich „vor und hinter“ der Bühne tätig sind – sei es die hilfreichen Hände bei der Requisite, beim Frisieren und Schminken, bei den Kostümen. Besonders wichtig ist natürlich die Technik. Ein großer Dank an den Obmann des Kulturvereins Peter Zwinger, der „uns immer ins richtige Licht rückt und für den guten Ton sorgt“.
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