14.07.2016, 13:46 Uhr

Drohnen zur Sicherung der Grenzen

Die Drohnen werden händisch gestartet und folgen dann einer festgelegten Route.

Seit Anfang Juli sind im Burgenland Drohnen zur Grenzsicherung im Einsatz. Das Projekt dauert jetzt einmal bis 21. Juli. Dann wird evaluiert.

BEZIRK/BURGENLAND. Das Bundesheer ist seit September des Vorjahres im Assistenzeinsatz an den burgenländischen Grenzen. 419 Soldaten sind derzeit im Einsatz, der Großteil davon im Bezirk Neusiedl am See.
"Wir bewachen in Assistenz der Polizei die kleinen Grenzübergänge und die grüne Grenze", so Oberst Gernot Gasser. "In der Nacht hat dabei jeder Soldat eine Wärmekamera und ein Nachtsichtgerät." Damit kann man über die Grenze schauen. Denn Priorität beim Einsatz des Bundesheeres ist die Verhinderung des illegalen Grenzübertrittes. Dementsprechend möchte man die illegalen Einwanderer schon im Nachbarland lokalisieren. Das funktioniert mit den Nachtsichtgeräten recht gut. Hat man Personen entdeckt, wird die Polizei verständigt, die wiederum nimmt Kontakt zu den ungarischen Kollegen auf und diese sollten den Grenzübertritt dann - so weit möglich - verhindern.

Drohnen zum Grenzeinsatz

Seit Anfang Juli sind nun auch Drohnen im Grenzeinsatz. Sie haben einen Radius von 20 Kilometern und sollen die Arbeit der Soldaten noch weiter erleichtern. "Das Bundesheer hat derzeit sechs Drohnen angekauft. Sie sind mit Elektromotoren ausgestattet und dementsprechend leise. "Derzeit sind die Drohnen in der Abenddämmerung, in der Nacht und der Morgendämmerung unterwegs", schildert Grasser. Der "Einsatz" der Drohnen dauert noch bis 21. Juli. Dann werden die Ergebnisse ausgewertet. "Wir nehmen aber schon an, dass die Drohnen weiterhin eingesetzt werden", so Militärkommandant Gernot Gasser.

Wegen des starken Windes konnten die Drohnen nicht starten, man machte nur einen Motorentest.
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