16.05.2016, 15:55 Uhr

SPÖ-Bürgermeister wollen Antworten

In der Causa Hallenbad haben sich jetzt die SPÖ-Bürgermeister zusammen gesetzt.

"Nach dem „3. Runden Tisch“, welcher vor kurzem von Bürgermeister Kurt Lentsch mit seinen Kollegen aus dem Bezirk angesetzt wurde, bleiben zum Thema Hallenbad weiterhin Fragen offen", so Fritz Radlspäck von der SPÖ Neusiedl am See.

NEUSIEDL AM SEE. "Die SPÖ bekennt sich zu einem Hallenbad im Bezirk, steht aufgrund nicht beantworteter Fragen und eines fehlenden konkreten Konzeptes zur Sanierung des bestehenden Hallenbades dem Ansinnen von Bgm. Lentsch jedoch skeptisch gegenüber", so SPÖ-Geschäftsführer Fritz Radlspäck. Auf Anregung der SPÖ-Gemeindevertreter hin fand daher ein eigener Stammtisch der SPÖ-Bürgermeister und Vizebürgermeister des Bezirkes statt. "Grund dafür sind massive Divergenzen zu bisher Besprochenem und vor kurzem Präsentiertem sowie das Nichterfüllen von notwendigen Maßnahmen durch Bgm. Lentsch, die auch das Land Burgenland einfordert."

16 Fragen

Nationalrat Bürgermeister Erwin Preiner: „Wir als zuständige Gemeindevertreter unserer Gemeinden haben Bürgermeister Kurt Lentsch 16 Fragen gestellt, welche bis dato nicht zur Zufriedenheit beantwortet wurden. Beim dritten vom Kollegen Lentsch eingeladenen Runden Tisch waren aufgrund fehlender Terminabsprache lediglich acht Umlandgemeinden vertreten, welche nur Mutmaßungen erfahren haben und deswegen zu einem großen Teil - quer durch die Fraktionen - dem Projekt äußerst skeptisch gegenüber stehen."

Ende des Hallenbades?

"Langsam aber sicher entsteht bei uns der Eindruck, dass die ÖVP hier ein seltsames Spiel betreibt, dass die ÖVP Neusiedl am See in Wahrheit das Hallenbad einem Ende zuführen möchte und taktisch-parteipolitisch der SPÖ die Schuld dafür umhängen will. Anders sind für uns das Nichterfüllen der Vorgaben und die bis heute nicht erfolgte Übermittlung der Frequenzanalyse, des geforderten thermischen Sanierungskonzeptes und eines angedachten GmbH-Vertrages nicht mehr erklärbar.“ Die SPÖ des Bezirkes Neusiedl am See fordert Bürgermeister Kurt Lentsch aufgrund der vorliegenden Fakten auf zuzugeben, dass es ihm nicht um den Erhalt des Hallenbades geht, weil er gegen sämtliche Vorgaben handelt, wichtige Unterlagen nicht liefert, Fragen nicht beantwortet und die Gemeinden somit sehenden Auges in negative Beschlüsse treibt.

Enttäuschung

Kurt Lentsch zu den Vorwürfen: "Also erstens tut nicht Kurt Lentsch etwas oder etwas nicht. Ich bin hier nur der Moderator, der versucht die Dinge zu koordinieren. Es gibt ein ehrliches Bemühen meinerseits alles zum Besten zu machen. Ich bin aber persönlich mehr als enttäuscht, dass keiner der Kollegen mir sagt, wenn ihrer Meinung nach etwas nicht gefällt oder nicht passt. Eigentlich habe ich mit allen ein gutes Verhältnis, also ist das für mich nicht verständlich. Aber wenn man schon mit Vorwürfen auffährt, dann sollten man sie an die richtige Adresse und nicht an mich schicken. Seitens der Gemeinde ist nämlich Lisa Böhm für das Hallenbad verantwortlich und sollte da aktiv sein. Sie war auch beim letzten runden Tisch dabei, es gab aber keine Wortmeldung ihrerseits. Zu berichten würde also ihr obliegen und nicht mir. Wir arbeiten an allem, auch alles was der Landeshauptmann wollte, ist gemacht worden", so Lentsch.
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