05.10.2016, 12:24 Uhr

Vier Bürgermeister wechseln definitiv

2017 stehen die Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen an. (Foto: Archiv)

2017 sind Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen. Wir haben mit den Bürgermeistern des Bezirkes gesprochen.

BEZIRK. Der Bezirk Neusiedl am See hat 27 Gemeinden. Das sind 26 Bürgermeister - nachdem Bruckneudorf und Kaisersteinbruch von Gerhard Dreiszker gemeinsam "regiert" werden. Definitiv werden vier der jetzigen Bürgermeister nicht mehr antreten. Es handelt sich dabei um den SPÖ-Bürgermeister Josef Wetzelhofer aus Pama und die drei ÖVP-Bürgermeister Kurt Lentsch aus Neusiedl am See, Stefan Mikula aus Neudorf und Andreas Steiner aus Podersdorf am See.

"Noch anderes vor"

"Ich bin jetzt seit 30 Jahren in der Gemeinde", meint der Pamaer Bürgermeister Josef Wetzelhofer. "Und wenn die Periode aus ist, bin ich 65. Jeder sollte wissen, wann er aufhören soll. Außerdem haben wir zwei kleine Kinder, und ich möchte auch noch ein bisschen etwas anderes machen außer Politik", begründet er seine Entscheidung. Ähnlich klingt es bei Andreas Steiner aus Podersdorf am See: "Ich bin seit 38 Jahren politisch tätig. Ich hatte viel Spaß in meinem Job, und wir haben für die Gemeinde viel erreicht, aber jetzt gehören Jüngere an die vorderste Front", meint er, "Es ist Zeit für einen Wechsel, ich habe auch privat noch viel vor." "Nach 20 Jahren sollte man einfach andere ranlassen", ist auch die Meinung von Kurt Lentsch, "Mir wird aber sicherlich nicht langweilig werden." Auch das Neudorfer Gemeindeoberhaupt tritt 2017 nicht mehr an. "Ich mache den Job jetzt seit 27 Jahren. Ich glaube, das ist genug. Aber ich habe Enkelkinder und andere Zerstreuung. Ich glaube nicht, dass mir fad werden wird. Auch wenn es am Anfang ungewohnt sein wird, nicht mehr überall dabei zu sein, freue ich mich darauf."

Kein gefragter Job

Leo Steinwandtner aus Jois möchte zwar nicht mehr wirklich antreten, er weiß aber noch nicht, ob er überhaupt aufhören kann. "Ich hätte vor, nicht mehr anzutreten", meint er, "20 Jahre sind eigentlich genug. Aber es schaut für einen Nachfolger nicht gut aus. Bürgermeister ist kein sehr gefragter Job. Also sag ich mal: Sag niemals nie."

Noch Spaß dabei

Alle anderen Bürgermeister des Bezirkes Neusiedl am See sind entweder schon fix "dabei" oder müssen noch abwarten, was in den Parteien entschieden wird. Trotzdem nehmen alle an, dass sie wieder als Kandidaten antreten werden. "Selbstverständlich", meint zum Beispiel Andi Peck aus Andau, "Wir haben viel vor, da kommen noch interessante Aufgaben auf mich zu." Bei Franz Vihanek aus Gattendorf, Hans Schrammel aus Gols, Gerhard Bachmann aus Deutsch Jahrndorf, Josef Ziniel aus Frauenkirchen, Markus Ulram aus Halbturn, Ronald Payer aus Apetlon, Alois Wegleitner aus Illmitz, Gabi Nabinger aus Kittsee, Josef Kolby aus Mönchhof, Helmut Huber aus Wallern, Josef Tschida aus Pamhagen, Willi Schwartz aus Weiden und Gerhard Dreizsker aus Bruckneudorf stehen die Zeichen auf "ja". Auch der Nickelsdorfer Bürgermeister Gerhard Zapfl möchte noch eine Periode anhängen, das wäre dann seine fünfte Amtszeit als Bürgermeister. Wolfgang Kovacs, der einzige Listen-Bürgermeister aus Parndorf ist im zehnten Jahr Gemeindeoberhaupt. "Ja, so mich meine Leute mögen, werde ich auch 2017 noch einmal antreten", schmunzelt er.

Hält sich bedeckt

Der Tadtener Bürgermeister Hans Maar hält sich bedeckt, ob er noch einmal antreten wird. Man hört aber, dass es zu einem Wechsel im Bürgermeisterbüro kommen könnte.
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Franz Veronese aus Neusiedl am See | 06.10.2016 | 12:01   Melden
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