06.10.2016, 15:16 Uhr

Filme für die kranke Seele

Zum Welttag der seelischen Gesundheit lädt Pro Mente gemeinsam mit BLP, HPE und PSD zum Kinoabend ein.

OBERPULLENDORF (EP). Aus diesem Anlass findet wieder die Kinoreihe zum Thema "psychische Erkrankungen" statt. Im Kino Oberpullendorf etwa wird am 12. Oktober der Film "Hedi Schneider steckt fest" gezeigt.
Rund um den Globus finden am Tag der seelischen Gesundheit informative Vorträge, Diskussionsrunden und Beratungen zum Thema psychische Erkrankungen statt. "Ziel ist, dieses Tabuthema aus dem Schatten zu holen und das Stigma anzugehen, mit welchem diese Erkrankungen immer noch behaftet sind. Diskriminierung und Isolation der Betroffenen sollen zunichte gemacht werden, der Weg für einen vorurteilslosen Umgang aller Personen geebnet werden", so MMag. Eva Blaguss, Obfrau HPE Burgenland (Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter).

Ausgrenzung

Die Zahl der Neuerkrankungen würden stetig zunehmen, so Blaguss. "Psychische Erkrankungen zählen weltweit zu den führenden gesundheitlichen Problemen. Betroffene leiden zusätzlich zu ihrer Erkrankung auch noch unter den Folgen der Ausgrenzung." Dies weiß auch Arnold Fass vom Landesverband für Selbsthilfegruppen, er hebt die Wichtigkeit des Informations- und Erfahrungsaustausches unter Gleichgesinnten hervor. "Betroffene stoßen in Selbsthilfegruppen auf Verständnis und fangen sich gegenseitig auf. Besonders wichtig ist es, den Betroffenen zu vermitteln, dass sie trotz ihrer psychischen Erkrankung wertvolle Menschen sind."
Der HPE Burgenland sieht es als seine Aufgabe zu beraten und zu unterstützen, um Vorurteile abzubauen. "Unser erklärtes Ziel ist ein respektvoller und menschenwürdiger Umgang mit psychisch erkrankten Menschen und ihren Angehörigen", betont Mag. Angelika Klug. LR Norbert Darabos findet es wichtig, auf diese Themen aufmerksam zu machen. "Obwohl jeder vierte Österreicher im Laufe seines Lebens zumindest einmal vorübergehend an einer psychsichen Erkrankung leidet, ist es oft noch so, dass psychische Krankheiten immer noch Krankheiten zweiter Klasse sind. Erfreulicherweise ist in den letzten Jahren – auch durch die Arbeit von Pro Mente – viel im Bewusstsein der Menschen passiert."
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