26.09.2016, 14:53 Uhr

Imker-Nachwuchs ist immer willkommen

Tobias Achs entdeckte erst vor einem Jahr die Liebe zur Imkerei, heuer "erntete" er bereits 300 Kilo Honig.

OBERPULLENDORF (EP). Die Idee dazu hatte der Absolvent der Gartenbaufachschule Langenlois, als er für seine vorwissenschaftliche Maturaarbeit das Thema Bienen aussuchte.

Großen Respekt

Kurze Zeit später absolvierte Tobias Achs bereits alle nötigen Kurse, das nötige bzw. praktische Know-how holte er sich beim Obmann des Bienenzuchtvereines Unterloisdorf, Hermann Tanczer. "Die Imker in den Vereinen stehen mir stets mit Rat und Tat zur Seite, ich habe von ihnen wirklich viel gelernt", so der 20-Jährige, der zugibt, anfangs großen Respekt vor den Bienen und ihren Stacheln gehabt zu haben. Unbegründet, wie er heute weiß: Die Bienen auf den Belegstellen bzw. Zuchtstationen des Vereins sind sanft, eine eigene Züchtung ist dafür verantwortlich, dass die Tiere wenig bis keine Aggressionen an den Tag legen. Tobias imkert stets ohne Schutzkleidung und verwendet Tücher mit Nelkenöl – den Geruch mögen die Tiere nicht und bleiben ruhig.

Beruhigende Arbeit

"Natürlich wurde ich auch schon gestochen, es kommt aber selten vor." Tobias Achs investiert viel Zeit in sein Hobby, im Sommer etwa vier Stunden täglich. Angefangen hat er mit sieben Bienenstöcken, inzwischen besitzt er 14, Tendenz steigend. "Ich bin fast jeden Tag bei den Bienen, die Arbeit mit ihnen beruhigt mich und es macht großen Spaß." Akazienhonig, Cremehonig und Blütenhonig hat Tobias bereits im Angebot, alles Bio, versteht sich. Geschleudert wird noch bei Obmann Hermann Tanczer, dieser freut sich über den Imker-Nachwuchs besonders.
"Tobias ist auf uns zugekommen und zeigte sein Interesse. Wir freuen uns immer wieder über Neuzugänge und bilden diese auch gerne auf unseren Belegstellen/Zuchtstationen aus." Diese ist auf einer Lichtung in der Nähe von Oberpullendorf und versucht, reinrassige Völker zu züchten. "Die Imker des Vereins treffen sich hier, tauschen sich aus. Hier halten wir auch Fachvorträge mit Spezialisten ab und veranstalten einen Tag der offenen Tür", so der Obmann, dessen Verein 22 Mitglieder zählt. Allgemein sei der Honigertrag heuer unter anderem aufgrund des späten Frosteinbruches etwas schlechter als im Vorjahr.


Kleine Wissenschaft

"Wir sind trotzdem zufrieden, es ist ein Durchschnittsjahr, auch die Ausfälle der Bienen halten sich in Grenzen." Die berühmt-berüchtigte Varroa-Milbe, die mitunter ganze Bienenvölker vernichtet, sei nach wie vor ein Thema, weiß auch Imker Josef Wilfing aus Deutschkreutz. "Es gibt aber Bienenvölker, die mit der Milbe leichter fertig werden, das muss man herausfinden. Die Imkerei ist und bleibt eine kleine Wissenschaft."
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