01.08.2016, 14:04 Uhr

Labor prüft genaue Herkunft

Hofer setzt mit Imprint Analytics aus Neutal neue Standards bei der Absicherung von Produktversprechen.

NEUTAL (EP). "Die Menschen wollen wissen, wo genau ihre Lebensmittel herkommen und ob das Produkt qualitativ gut und sicher ist. Denn Papier ist oft geduldig", weiß Imprint Analytics Geschäftsführer Dr. Bernd Bodiselitsch.

Fälschungssicher

Der Lebensmitteldiskonter Hofer ist europaweit die erste Handelskette, die die österreichische Herkunft von Obst und Gemüse zusätzlich auch analytisch überprüfen lässt. "Wir identifizieren den unverwechselbaren Isotopen-Fingerabdruck der frischen Produkte und vergleichen ihn mit Referenzproben, die beim Bauern direkt vor Ort genommen werden. Darüber kann dann genau nachvollzogen werden, ob beispielsweise die „österreichischen“ Tomaten tatsächlich aus Österreich stammen oder entgegen der Produktkennzeichnung aus dem Ausland zugekauft wurden. Eine Herkunfts- und Identitätsprüfung ist damit rein analytisch, unabhängig von jeglichen Dokumenten möglich", so Bodiselitsch. Die Zusammenarbeit wurde letztes Jahr gestartet, so funktioniert die Analyse: Pflanzen nehmen Bausteine für das Wachstum aus dem Boden auf. Die lokalen Besonderheiten wie Geologie, Klima, Grundwasser, Düngung oder Niederschlag in eben diesem spiegeln sich wie ein Fingerabdruck in der Pflanze wider. "Wir können diesen fälschungssicheren Fingerabdruck durch Analyse der so genannten stabilen Isotope des Produkts sichtbar machen", erklärt Bodiselitsch. Dies biete doppelte Sicherheit, zusätzlich zu den bisherigen Kontrollen der Lieferanten.

Einzigar

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"Mit diesem Verfahren können wir dem Anspruch unserer Kunden an Produkte mit 100% österreichischer Herkunft gerecht werden", so die Verantwortlichen von Hofer.
Stolz auf die weltweit agierende Firma ist auch Neutals Bürgermeister Erich Trummer. "Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich 2012 mit Imprint-Chef Dr. Bodiselitsch diese Betriebsansiedlung für das Technologiezentrum verhandelt habe, die auch gelungen ist. Es macht mich stolz, dass dieses bundesweit einzigartige Isotopen-Labor bereits eine internationale Erfolgsgeschichte geworden ist. Besonders freut es mich, dass damit auch hochqualifizierte Mittelburgenländer einen Job in ihrer Heimat gefunden haben." In Zeiten der globalen Warenströme werde das Thema Herkunft und Authentizität immer wichtiger. "Wir glauben, dass immer mehr Firmen auf diesen Zug aufspringen werden, wir sind zuversichtlich und schauen, was sich noch ergibt", so Geschäftsführer Bodiselitsch.
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