23.05.2016, 15:04 Uhr

"Lockenhaus inspiriert mich"

Wolfgang Horvath ist Dirigent, Kirchenmusiker, Sprecher und Intendant des Festivals ORGELockenhaus

LOCKENHAUS (EP). Er ist Gründer und künstlerischer Leiter des Chores und der Konzertreihe Musica Sacra Lockenhaus sowie der Kammerphilharmonie Lockenhaus und frischgebackener Ehrenbürger von Lockenhaus. Kirchenmusik ist sein Leben, Horvath studierte seit dem 14. Lebensjahr Orgel am Joseph-Haydn-Konservatorium in Eisenstadt und an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien.
Nach der Matura setzte er mit dem Studium der katholischen Kirchenmusik und Konzertfach Orgel fort. Von 1986 bis 1992 war Horvath Mitglied des Arnold Schönberg Chores und des ORF Chores. Bis 1999 wirkte er als Domorganist am Dom zu St. Martin in Eisenstadt. Von 1992 bis 2011 war Wolfgang Horvath als Kirchenmusikreferent und von 1995 bis 2011 als Leiter der Musikabteilung der Diözese Eisenstadt für katholische Kirchenmusik tätig. Derart mit der Kirchenmusik verwurzelt ist seine Affinität zur Pfarrkirche und der Orgel eine ganz persönliche. Dieses von der Vorarlberger Firma Rieger erbaute Prunkstück ist die größte Orgel des Burgenlandes. Sie hat 35 Register auf zwei Manualen und Pedal, die Zahl der Pfeifen beträgt 2400, wobei die kleinste Pfeife nur etwa acht Millimeter, die größte Pfeife ca. vier Meter misst. "Seit frühester Kindheit haben mich der Gesang in der Kirche und das Orgelspiel fasziniert. Ich wollte schon als Knirps unbedingt dieses Instrument lernen, der Professor sagte aber, dass ich dazu erst die Pedale erreichen muss", erinnert sich Horvath.


Kindheitserinnerungen

Sein Wunsch ging zwar erst später in Erfüllung, nichtsdestotrotz beherrscht Wolfgang Horvath heute dieses Instrument wie kein anderer. Seit 35 Jahren, ohne Unterbrechung, erfreut Horvath die Kirchenbesucher bei jeder Messe mit seinem Orgelspiel. "Ich spiele Gottesdienste auch lieber als Konzerte", so Horvath, dessen tiefste Verbindung zu Lockenhaus die Atmosphäre und das Flair der Kirche und der dazugehörigen Krypta sind.
"Dieser Ort tut mir einfach gut - das war in meiner Kindheit so und daran hat sich bis heute nichts geändert." Obwohl insgesamt 17 Jahre in Wien gelebt, liebt Wolfgang Horvath seinen Heimatort Lockenhaus. Dort ist er auf der Wienerstraße und in der Oberen Gasse aufgewachsen. Er hat das Haus seiner Oma übernommen und lebt die meiste Zeit wieder in Lockenhaus. "Mit der Oberen Gasse verbinden mich viele Kindheitserinnerungen, ich lebe gerne hier." Erinnerungen in Horvath erweckt auch das Alte Kloster. Früher war dort der Kindergarten untergebracht, inzwischen wurde es liebevoll restauriert und dient als Veranstaltungsort von Konzerten oder Lesungen. Auch die Gemeinde-Bücherei ist dort untergebracht, Horvath probt hier auch mit seinem Chor Musica Sacra. "Lockenhaus bietet Kultur und intakte Natur gleichermaßen. Alles was Lebensqualität ausmacht, findet man hier. Lockenhaus inspiriert mich, ich möchte nirgendwo anders auf der Welt leben."
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