06.06.2016, 14:05 Uhr

Mit Vitaminen in den Tag starten

LR Darabos überreicht die Auszeichnung "Gesunder Kindergarten" den Pädagoginnen im Rahmen einer Fachtagung in Lutzmannsburg. (Foto: Foto: Landesmedienservice Burgenland)

Die Kindergärten Oberpullendorf, Horitschon und Lockenhaus zählen zu den gesunden Kindergärten.

BEZIRK. Das Projekt "Gesunder Kindergarten" befasst sich mit dem Thema Gesundheitsförderung im Kindergartenalltag und in ihrem sozialen Umfeld. Ziel ist es, das Ernährungsverhalten der Drei- bis Sechsjährigen nachhaltig zu verbessern.
Kindergärten spielen dabei eine besonders wichtige Rolle, denn das spätere Gesundheitsverhalten wird in diesem jungen Alter bereits entscheidend geprägt. „Je früher Kinder mit gesunder Lebensführung in Berührung kommen, umso eher werden sie als Erwachsene auf ihre Ernährung, wie auf Gesundheit im Allgemeinen, achten", betonte Gesundheits- und Soziallandesrat Norbert Darabos. Das Projekt wurde 2011 ins Leben gerufen. 55 Kindergärten wurden bis dato von Ernährungsexperten betreut. Dass der Grundstein für gesunde Ernährung im Kindergarten gelegt wird, weiß auch Tamara Falb, Leiterin des Kindergartens Oberpullendorf. Es gab Elternabende und Workshops für die Kinder zum Thema. "Wir leben dieses Projekt eigentlich schon seit 15 Jahren, es ist sogar in der Hausordnung verankert, dass die Kinder nichts Süßes oder Ungesundes zur Jause mitbringen dürfen. Und getrunken wird bei uns ausschließlich Leitungswasser." Einmal in der Woche gibt es eine Butterbrotjause, das von den Eltern mitgebracht wird. "Dann gibt es Gemüse und Obst nach Saison, ich bin immer wieder erstaunt, wie experimentierfreudig die Kinder sind." Bewegung wird außerdem großgeschrieben, jede Gruppe geht ein- bis zweimal zusätzlich turnen. "Und alle zwei Wochen gibt es zusätzliche Übungen mit einem ausgebildeten Bewegungscoach." Auch im Kindergarten Lockenhaus gibt es einmal die Woche einen "Gesunden Jausentag". Leiterin Katja Palatin achtet darauf, dass vorwiegend regionale Produkte angeboten werden. "Wir verwenden beim Brottag Butter statt Margarine, es gibt einen täglichen Obst- und Gemüseteller, der zur Verfügung gestellt wird und großteils von den Kindern zubereitet wird. Dieses sollte saisonal sein und aus Region stammen." Auch auf mehr Bewegung wird geachtet. "Die Kinder sollen so früh als möglich lernen, was ihnen in punkto Ernährung und Bewegung gut tut!"

Benimmregeln

Im Kindergarten Horitschon hat man die bereits jahrelang gewachsene Struktur adaptiert, mit dem Wissen an der Teilnahme am Projekt habe man auf noch mehr Qualität geachtet. Es gab im Vorfeld Kinderworkshops und Elternabende. "Wir haben gemeinsam mit einer Ernährungswissenschaftlerin die Ernährungspyramide erarbeitet. Dabei haben die Kinder gelernt, dass man alles essen darf, aber die Menge macht es aus. Wir haben mit den Kindern gekocht und auch die Benimmregeln in einem Restaurant wurden erklärt", so Leiterin Renate Freiberger.
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