19.09.2016, 11:26 Uhr

Zentrales Anliegen der ÖVP-Mittelburgenland: Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen verbessern

Nikolaus Berlakovich, Gabriele Hafner
Im Bezirk Oberpullendorf leben laut Statistik Burgenland 19.163 Personen, die weiblich sind. Das ist mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerung. Mit Ende Juli betrug die Arbeitslosigkeit im Mittelburgenland 7,3%. Bei den Frauen ist die Arbeitslosigkeit mit 7,8% höher. „Oberste Priorität sind mehr Arbeitsplätze für Frauen in unserem Bezirk. Dazu müssen bessere Voraussetzungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Frauen geschaffen werden. Weiteres Ziel ist es, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen und für die Politik zu begeistern. Dafür werden als Unterstützung seitens der ÖVP und KOMMAK Seminare und Coachings angeboten“, so Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich und die Bezirksleiterin der ÖVP-Frauen Gabi Hafner.

Zeitgemäße Frauenpolitik muss den heute vielfältigen Lebenssituationen von Frauen gerecht werden. Jede Frau soll frei über ihre Lebensplanung entscheiden können und Unterstützung erfahren. Frauen stehen oftmals Doppelbelastungen und ungleichen Berufschancen gegenüber. Frauen, auch jene mit guter Ausbildung, finden nur schwer einen Job in unserem Bezirk. „Unser Ziel ist es, dass mehr Frauen im Bezirk einen Arbeitsplatz haben. Dazu müssen bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geschaffen werden. So sollen Förder- und Bildungsprogramme für Frauen den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern und Aufstiegsmöglichkeiten sichern“, sagt Niki Berlakovich.

Kinderbetreuungsgeld Neu
„Mit dem Kinderbetreuungsgeld Neu und der erhöhten Zuverdienstgrenze von 16.200 Euro pro Jahr wurde eine wichtige Grundlage geschaffen. Mit dieser Grundlage können Frauen nach ihren individuellen Wünschen die Kinderbetreuung gestalten und gleichzeitig den Kontakt zur Berufswelt halten. Durch eine flexibel wählbare Bezugsdauer zwischen 12 und 28 Monaten für eine Person, oder 15 und 35 Monaten für beide Eltern zusammen, können Familien nun ganz individuell die für sie ideale Kinderbetreuungsgeldvariante erstellen. Darüber hinaus werden 18 Monate der Kinderbetreuungszeit als echte pensionsbegründete Beitragszeit angerechnet. Die Zeiten bis zum 4. Geburtstag des Kindes gelten zudem darüber hinaus als Ersatzzeiten. Diese Maßnahme sollen Frauen in ihrer Lebensplanung unterstützen“, zeigt sich NR Berlakovich erfreut.

Karenzmanagement
Die Volkspartei möchte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie neu denken. „Ein Karenzmanagement soll sicherstellen, dass der Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert wird. Oft ist es schwer nach der Geburt des Kindes am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Dafür brauchen wir von der Politik konkrete Maßnahmen um Anreize zu schaffen“, fordert Gabi Hafner. Konkrete Maßnahmen:
• Schulungen auch während der Karenzzeit und Weiterbildungsmöglichkeiten im firmeneigenen Weiterbildungsprogramm
• 4 Jahre Pension pro Kind

Frauen im Berufsleben

Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um engagierte Frauen zu unterstützen. Die Ausweitung des Nachmittagsangebotes an Schulen und die Anhebung der Zuverdienstgrenze beim Alleinverdienerabsetzbetrages sind weitere Forderungen, um Frauen eine Berufskarriere zu erleichtern.

Frauen findet man hinsichtlich ihrer Kompetenzen unzureichend in Führungsstrukturen. „Wir fordern die Möglichkeit, Frauen in Führungspositionen, Aufsichtsratsposition und auch in führenden politischen Positionen zu bringen. Die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger sollen für dieses Thema sensibilisiert werden. Mit Hilfe von Mentoringprogrammen sollen engagierte Frauen gefördert werden. „Erfolgreiche Frauen sollen vor den Vorhang geholt werden, um so anderen Damen Mut zu machen, sich für Führungspositionen zu bewerben und sich auch politisch zu engagieren. Nur so wird die Stimme und Sicht der Frauen auch in politischen Entscheidungen an Bedeutung gewinnen. Politik für Frauen ist nur dann erfolgreich, wenn sie von Frauen selbst maßgeblich mitgestaltet wird“, ist die Bezirksleiterin überzeugt.

Frauen in der Kommunalpolitik
„Wir ÖVP–Frauen Mittelburgenland sind für die Anliegen, Themen sowie auch Ängste der Frauen in unserem Bezirk offen und erarbeiten gemeinsam Antworten und Lösungen. Wir bieten eine Plattform zur Vernetzung und fördern die Gemeinschaft“, erklärt Bezirksleiterin Gabi Hafner.
„Derzeit gibt es in Österreich unter den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern einen Frauenanteil von nur knapp sieben Prozent. Das ist zu wenig! Wir brauchen mehr Frauen in der Kommunalpolitik, damit die Interessen von Frauen in den Gemeinderäten, Landtagen und im Parlament besser vertreten werden“, sagt Gabi Hafner.

Es ist wichtig, dass Frauen ein gutes politisches Rüstzeug erhalten und damit selbstbewusst auftreten. Je mehr Politikerinnen gut sichtbar sind, desto mehr Frauen bekommen den Mut, sich ebenfalls politisch zu engagieren. Dazu bietet die KOMMAK Seminare und Coachings unter dem Titel „Frauenoffensive “ im Oktober an.

„Die Frauen sind ein wichtiger Teil der Volkspartei. Im Bezirk gibt es neben den 3 Vizebürgermeisterinnen 2 Ortsvorsteherinnen sowie 46 Gemeinderätinnen. Kares Ziel ist es, den Frauenanteil bei den Spitzenfunktionären und in den Gemeinderäten zu erhöhen“, so Berlakovich und Hafner abschließend.

#vpb
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