18.05.2016, 15:10 Uhr

Paul Kraill: „Politik muss Wirtschaft und Betriebe unterstützen, statt Stimmung schlechtreden!“

OBERPULLENDORF. "Nicht die Politik schafft Arbeitsplätze. Es ist die Wirtschaft, die Arbeitsplätze schafft. Daher brauchen die heimischen Betriebe volle politische Unterstützung bei Entbürokratisierung, maßgeschneiderte Förderungen und Senkung der Lohnnebenkosten“, erklärt Paul Kraill, Bezirksobmann des Wirtschaftsbundes Oberpullendorf.
Wirtschaft und Betriebe bäuchten in herausfordernden Zeiten die richtigen Förderungen und Rahmenbedingungen. Leider gebe es für innovative Ideen, die Arbeitsplätze in der Region schaffen und sichern könnten, kaum ein offenes Ohr in der Landespolitik, so Krail.
"Die derzeitige Lawine an bürokratischen Regeln und Vorschriften zwingt den Unternehmer immer mehr hinter dem Schreibtisch, als in seinem Betrieb.
Der Dschungel an Vorschriften wurde in den letzten Jahren immer größer, die Bürokratie für die Unternehmen wird immer unerträglicher. Mehr beraten statt strafen würde schon helfen."

Alamierend

Im Bezirk Oberpullendorf sind derzeit rund 2.200 Betriebe aufgelistet, diese schaffen knapp 8.500 Arbeitsplätze im Bezirk. Rund 42 % der Betriebe kommt aus der Sparte Gewerbe und Handwerk, rund 28 % sind Handelsbetriebe. Insgesamt bilden die Betriebe in unserem Bezirk 319 Lehrlinge aus. "Das ist eine hervorragende Leistung, die nicht nur unseren Dank, sondern auch die Unterstützung der Politik verdient“.
Der Wirtschaftsbund fordert daher, dass es aufhören müsse, die Stimmung schlechtzureden und gegen ausländische Arbeitskräfte zu wettern. "Ohne diese Mitarbeiter könnten viele Betriebe, wie zum Beispiel in Gastronomie und Hotellerie, nicht existieren. Anstatt Populismus braucht es konkrete Initiativen, um Betriebe zu unterstützen, damit sie zusätzliche Arbeitsplätze schaffen können."
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