30.05.2016, 11:42 Uhr

Preis-und Herkunftsauszeichnung an Obst- und Gemüseständen auf dem Prüfstand

Claudia Schimmer von der Lebensmittelaufsicht des Landes Burgenland, Renate Koch aus Wiesen, Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst und AR Wolfgang Fuchs von der Preisbehörde des Landes (Foto: LMS)
BURGENLAND. Zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch zum Schutz seriöser einheimischer Produzenten führen auf Initiative von Landesrätin Verena Dunst die Mitarbeiter der Preisbehörde und der Lebensmittelaufsicht des Landes bei den 40 bis 50 Obst- und Gemüseständen der Selbstvermarkter im Burgenland laufend unangemeldete Kontrollen durch.

Korrekte Beschilderung

Im Mittelpunkt stehen eine übersichtliche und korrekte Herkunftsbezeichnung, entsprechende Mengen- und Gewichtsangaben – Stichwort geeichte Waage – sowie die Nachvollziehbarkeit der Preise der angepriesenen Produkte. „Wir wollen heuer 90 bis 95% dieser Obst- und Gemüsestände einer dementsprechenden Kontrolle unterziehen. Hier geht es mir vordergründig um die ‚Marke Burgenland‘ und um den heimischen Markt, denn wenn die Herkunft nicht ausgeschildert ist, kann Druck von Seiten der Konsumenten nicht schaden. Sie sollen fragen, woher das Obst oder das Gemüse kommt und sollen damit deutlich machen, dass ihnen die burgenländische Herkunft der Produkte wichtig ist. Überdies müssen die Preise klar ersichtlich sein, denn der Konsument darf nicht in die Irre geführt werden“, stellte Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst gegenüber Medienvertretern bei einer durchgeführten Kontrolle eines Obst- und Gemüsestandes klar.

Grund der Initiative

Anstoß für diese Initiative ist die Vermutung, dass ausländische Erdbeeren heuer – bedingt durch die diesjährigen heimischen Frostschäden und die daraus resultierenden Ernteausfälle – vermehrt im Burgenland angeboten und nicht als solche gekennzeichnet sind. Konkret kontrollieren die Mitarbeiter der Preisbehörde und der Lebensmittelaufsicht des Landes am Verkaufsstand die Herkunftsangaben der Produkte. Bei Zweifel an der Richtigkeit der Angaben, wird eine Verdachtsprobe gezogen. Gemeinsam mit einer Referenzprobe, die dem Feld des jeweiligen Erzeugers entnommen wurde, von dem die zuvor an den Ständen beprobten Erdbeeren angeblich stammen, werden die gekühlten Proben zum Vergleich zur Fa. Imprint Analytics GmbH ins mittelburgenländische Neutal transportiert. Ergibt die Untersuchung, dass die entnommen Proben nicht übereinstimmen, erfolgt eine Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde.
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