25.03.2016, 11:23 Uhr

Zu Schnecken trinkt man kräftigen Blaufränkisch

Die Geschwister Pia, Patrick und Andy "schupfen" das Schenkhaus in Deutschc´kreutz. (Foto: Foto: privat)
DEUTSHCKREUTZ. Dass besonderes zu erwarten ist, wenn das Weingut Strehn aus Deutschkreutz sein Schenkhaus öffnet, ist ein heißer Insider-Tipp unter burgenländischen Gourmets. Nach Gansl-Sushi vorigen November lautet das kulinarische Thema für das Aprilschenkhaus „Wald – Wiese – Fluss“. So stehen von 1.-10. April Wiener Weinbergschnecken, fermentierte Radieschen und die bodenständige Apriljause neben vielen guten Tropfen auf der Karte.

Kraftpakete

"Für uns ist es fast logisch, dass es diesmal Schnecken gibt“, lacht Winzerin Pia Strehn vom Schenkhaus des Weinguts Strehn: „Früher war das ein sehr alltägliches Gericht, denn Weinbergschnecken enthalten sehr viel Protein und sind daher kleine Kraftpakete. Viele leben in unseren Weingärten und unsere Lage „Tschiga“ ist sogar nach ihnen benannt: Das kommt vom ungarischen Wort für Schnecke: „Csiga“. Es wird gemunkelt, dass dort früher sehr viele prächtige Weinbergschnecken zu finden waren.“ Gemäß dem Motto „Wald – Wiese – Fluss“ gibt es neben den Wiener Weinbergschnecken im Mini-Brioche diesen April Bärlauchterrine und eine kreative Flusskrebskomposition.
Die Ideen für die außergewöhnliche Schenkhaus-Speisekarte kommen bei der Familie von ihrer Leidenschaft, selbst gut zu essen und zu trinken. „Auf unseren Reisen und Ausflügen nehmen wir viele Ideen mit“, erzählt Winzerin Pia Strehn. „Diese mixen wir dann saisonal zusammen und - meist mit sehr viel Spaß und Gelächter - entsteht die Schenkhaus-Speisekarte. Lange Termine bei Schneckenzüchtern oder beim Bäcker inklusive.“

Familien-Management genau geregel

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Wie im Weingut, ist die Rollenverteilung auch beim Schenkhaus klar geregelt: „Mein Bruder Andy ist Chef-Koch. Schließlich war das Schenkhaus seine Idee. Ich darf der Sous-Chef sein und unser Bruder Patrick hat das Service im Griff“, so Pia Strehn. Dem Trio stehen auch Mama Monika, Schwiegereltern und Freunde zur Seite - allesamt Teil der sehr Wein- und genussaffinen Großfamilie. Ein Familien-Erbstück ist das Schenkhaus selbst: „Das Gebäude hat besondere Bedeutung für uns. Es ist der ehemalige Kuhstall und spätere Weinkeller unseres Opas. Den haben wir voriges Jahr mit vielen Naturmaterialien reduziert und zeitgenössisch umgebaut. Der Dachstuhl ist 500 Jahre alt“, so die Winzerin.

Die richtigen Weine für kreative Gerichte

Auf der Weinkarte wird im April der neue Sauvignon Blanc „Weisser Schotter“ zu finden sein: sehr mineralisch, relativ kräftig am Gaumen und zu 50 Prozent in Holz ausgebaut. „Mit dem Weißen Schotter realisieren wir eine Idee, die wir schon zwei Jahre lang im Kopf hatten“, so die Winzerin. Die Trauben dafür wachsen über dem Mineralwassersee in Deutschkreutz. Der Weisse Schotter ist die zweite Alternative, wenn man Pia Strehn fragt, was man zu Weinbergschnecken am besten trinkt. Der erste: eine frischer, gehaltvoller Blaufränkisch, der den zarten Eigengeschmack unterstreicht.
„Unser Anspruch ist kompromisslose Qualität, persönliches Service und viel Leidenschaft“, so die Familie unisono. „Wir haben uns mit dem Schenkhaus einen Traum erfüllt und aus einem Hobby einen Genussort geschaffen, den wir mit anderen teilen können - das macht doppelte Freude.“
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