„Osttirol Werbung ist blitzsauber“

TVB Obmann Franz Theurl sieht sich als richtigen Mann für den Posten und lässt Kritik nicht gelten.

TVB Obmann Franz Theurl verteidigt im Bezirksblätterinterview seine Geschäftspolitik.

Vorwürfe, Missstände, Fehlentscheidungen. In einem Bezirksblätterinterview sparte TVB Aufsichtsrat Erich Mair nicht mit Kritik an Obmann Franz Theurl. Dieser bezieht Stellung und lässt sich keinesfalls den schwarzen Peter zuschieben.

Die Streitigkeiten innerhalb der TVB Gremien klingen nicht ab. Warum?
Herr Mair hat mich seit Jahren als Feindbild auserkoren. Die Kritik die er ausübt, bezieht sich auf mich als Person. Fakten und Zahlen werden nicht beachtet. Es ist nichts weiter als eine offene Revange. Deshalb ist die Objektivität der Kritik und Akteure mehr als zu hinterfragen.

Die Kritik bezieht sich vor allem auf stagnierende Nächtigungen.
Der Nächtigungsrückgang geht mit einem Bettenrückgang einher. 1991 hatten wir noch 9.102 private Betten im Bezirk. 2011 waren es nur noch 2.742. Das hat mit unserer Wohlstandsgesellschaft zu tun und daran kann man wenig ändern. Was aber gerne übersehen wird, ist, dass die Wertschöpfung gestiegen ist. Und am Ende zählt immer noch wie viel Geld übrig bleibt. Dass man mir hier ein Versagen vorwirft ist ungeheuerlich. Seit vier Jahren bin ich Obmann und erst seit der Auflösung des Fusionsvertrages richtig handlungsfähig. Nun von jemandem angegriffen zu werden, unter dessen Regie die Nächtigungen um 300.000 eingebrochen sind und zwar ohne großen Bettenverlust, ist lächerlich.

Welche Rolle spielt die Osttirol-Werbung im TVB?
Eine sehr große. Ohne diese Einrichtung hätten wir in den letzten Jahren überhaupt keine Werbung machen können. Die Osttirol-Werbung ist Kritikern ein Dorn im Auge, weil sie funktioniert. Zuerst den Kampagnen zustimmen und sich dann darüber aufregen geht aber nicht.

Kritisiert wird vor allem die fehlende Kontrolle.
Die Osttirol-Werbung ist blitzsauber. Natürlich werden die Bücher geprüft. Ich habe auch nicht überall nur Freunde sitzen. Wenn hier irgendetwas nicht stimmen würde, hätte man es längst gefunden.

Wie hart trifft es einen, wenn man ständig im Kreuzfeuer der Kritik steht?
Seit 34 Jahren arbeite ich als Führungskraft in einer Bank die sehr gut arbeitet. Ich sehe mich als erfolgreicher Unternehmer und als guter Obmann des TVB. Ein Banker, der ein riesiges Netzwerk und zahllose Verbindungen zu wichtigen Stellen hat, ist prädestiniert für eine Stelle im professionellen Tourismusgewerbe. Außerdem habe ich mir nie etwas zu schulden kommen lassen. Deshalb prallt unsachliche Kritik von mir ab.

Bei den Wahlen Ende dieses Jahres soll es keine Vollmachten mehr geben.
Ich bin auch für das Abschaffen der Vollmachten. Aber von welcher Seite (Anm.: Erich Mair) die Forderung kommt, ist verwunderlich. Schließlich hat Mair es nur über dieses System geschafft, in den Aufsichtsrat zu kommen. Meine Stimmen hingegen waren vor Ort.

Werden Sie für die nächste Periode wieder zur Wahl stehen?
Diese Entscheidung ist noch nicht gefallen. Jetzt müssen wir erstmal arbeiten. Wenn es sich aber abzeichnet, dass es so sein wird wie in den vergangenen vier Jahren, dann sicher nicht.
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