15.04.2016, 08:44 Uhr

Diskussion um geplante Asylunterkünfte in Schreibersdorf

Bürgermeister Brenner sorgt in Schreibersdorf für Aufklärung zum Thema Asylquartiere und Quotenverteilung. (Foto: Foto: Archiv)

Die Gemeinde Schreibersdorf veranstaltete einen Informationsabend, um mögliche Gerüchte über Quotenerfüllung und Asylunterkünfte aus der Welt zu schaffen.

SCHREIBERSDORF. In der ersten Aprilwoche hatte der Wiesflecker Bürgermeister, Hans Brenner (ÖVP), zum Diskussionsabend geladen, bei dem über 100 Gemeindemitglieder anwesend waren.

Aufklärung statt Angst schüren

Als Hauptreferent war Wolfgang Hauptmann geladen. Er ist provisorischer Referatsleiter der Burgenländischen Landesregierung für das Referat Grundversorgung. Hauptmann ging auf die Versorgung der „Flüchtlinge“ im Burgenland ein und er klärte über die die diesbezügliche Gesetzeslage auf. Zweck des Vortrages war es, Ängste und Vorbehalte gegenüber den Fremden zu nehmen. Tatsächlich sind in der Gemeinde Wiesfleck (ca. 1130 Einwohner) noch keine Flüchtlinge bzw. Asylwerber untergebracht. Gleichzeitig befindet sich im Ortsteil Schreibersdorf (ca. 230 Einwohner) ein leerstehendes, im Jahre 2015 geschlossenes, Erholungsheim. Daher gab es Gerüchte, dass dort 150 ober mehr Flüchtlinge untergebracht werden sollten. "Ein solches Asylmassenquartier ist in keinster Weise geplant noch realistisch. Die Gemeinde hätte gar nicht die Ressourcen, so viele Menschen aufzunehmen. Daher haben wir auch diesen Informationsabend veranstaltet. Die Leute sollten einfach informiert werden, für den Fall, dass es irgendwann zu Flüchtlingsunterkünften in der Gemeinde kommt", so Bürgermeister Brenner.

Der Sonnengarten

Das Heim gehört dem Wiener Hilfswerk und wurde wegen eines schlechten Managements im Herbst 2015 geschlossen. Zur Rettung der Destination gründete sich im Vorjahr daher ein Verein „HAUS ANNA“, der die Weiterführung des Heimes angeboten hat. „Bedauerlicherweise wurde der Vorschlag einer Vermietung nicht angenommen“, so Rudolf Jauschowetz, Obmann des Vereines. Das Hilfswerk strebe nach wie vor den Verkauf des Gebäudes an, so der Bürgermeister.

Nein zum Massenquartier

Die angesprochene Einrichtung eines Massenquartiers schürt bei vielen den Unmut. „Bei einer möglichen Vollbelegung würde die Mindestquote von 1,5%, gerechnet auf den eigenständigen Ortsteil Schreibersdorf mit 65% bei weitem überschritten. Gerechnet auf die Gemeinde Wiesfleck wäre die Quote auch noch über 13%“, so Stefanie Karlovits, Direktorin des FPÖ Landtagklubs. Für die Erfüllung der Quote würde von Seiten der Gemeinde auf jeden Fall auf kleinstrukturierte Quartiere hingearbeitet werden, ein Massenquartier werde es laut Bürgermeister Brenner definitiv nicht geben.
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