09.05.2016, 15:11 Uhr

Es geht auch anders - erfolgreiche SchulabgängerInnen der NMS Markt Allhau

Die NMS Markt Allhau - Das Bildungskompetenzzentrum des Lafnitztales
Die NMS Markt Allhau zeigt, wie es gehen kann

Aufgrund der negativen Berichte in den Medien sah sich Daniela Hallemann, Schulleiterin an der NMS Markt Allhau, dazu veranlasst, eine interne Evaluierung des beruflichen Werdegangs der ehemaligen SchülerInnen in Auftrag zu geben. Es galt herauszufinden, wie erfolgreich AbsolventInnen der NMS Markt Allhau die Herausforderungen der Lehre oder eines weiteren Schulbesuches meistern.
Das Ergebnis ist beeindruckend.
Untersucht wurde der Werdegang von 240 SchulabgängerInnen über einen Zeitraum von sieben Jahren. Hier das erfreuliche Resultat:
97,5% % haben erfolgreich eine Lehrabschlussprüfung abgelegt, eine berufsbildende mittlere Schule beendet oder maturiert. Nur 2,5% haben mehrere Schulwechsel hinter sich und weder einen Lehrabschluss noch eine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung. Damit liegt die NMS Markt Allhau in diesem Bereich deutlich unter den kolportieren 26% in Österreich. Diese Zahl wurde im Artikel „Schule in Not“, erschienen am 20.03.2016 in einer österreichischen Tageszeitung, genannt.
Untermauert wird dieses durchaus respektable Ergebnis noch durch die aktuellen Leistungen der SchülerInnen aus dem heurigen Schuljahr. Ca. 70% weisen in den Gegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik in ihren Schulnachrichten eine vertiefte Beurteilung auf. Das bedeutet, dass diese Jugendlichen ein Zeugnis mit Gymnasialabschluss erhalten werden und daher auch die Berechtigung haben, ohne Aufnahmeprüfung in jede mittlere oder höhere Schule zu gehen.
Obwohl der Unterschied zwischen Schulen in Großstädten und jenen auf dem Land natürlich gravierend ist, gibt es trotzdem einige Faktoren, welche die Chancengleichheit an jedem Schulstandort fördern:
Individualisierung, Begabungsförderung, kompetenzorientierter Unterricht, digitale Kompetenzen, Berufsorientierung, kleine Klassen.
Das alles ist nur möglich, wenn neben der Schulautonomie auch genügend Ressourcen für Teamteaching und zusätzliches Betreuungspersonal vorhanden sind. Gut funktionierende Netzwerke zu den regionalen Unternehmen und den höheren Schulen sind dabei genauso wichtig wie die ständige Einbindung der Eltern.
Sparmaßnahmen, die die Chancen unserer Kinder reduzieren, darf es daher nicht geben!
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