16.03.2016, 13:22 Uhr

Gerald Mader erzählt von seinem Leben und Schaffen in Stadtschlaining

Gerald Mader lässt in seiner Autobiografie die Geschichte von Stadtschlaining, der Burg und der Friedensuniversität nochmal lebendig werden. (Foto: Cadilek)

Zum 90. Geburtstag des ehemaligen Kulturlandesrates und Direktors der Friedensuniversität auf der Burg Schlaining erschien seine Autobiografie "Von der Utopie zur Wirklichkeit - Rückschau und Reflexion".

STADTSCHLAINING. Im Mittelpunkt des Buches steht die 30-jährige ehrenamtliche Friedensarbeit des Autors in Stadtschlaining. Zuvor war er Rechtanwalt und 13 Jahre als Burgenländischer Kulturlandesrat tätig. Das Buch will keine wissenschaftliche Abhandlung sein, sondern eine Geschichte mit vielen Anekdoten, in der einfach beschrieben, analysiert und reflektiert wird, worin die Schlaininger Utopie bestand und wie sie verwirklicht wurde.

Die Erfolgsperiode (1982 - 2003)

In der Erfolgsperiode entstand die Schlaininger Infrastruktur (Konferenzzentrum, Hotel Burg Schlaining, Friedensbibliothek in der Synagoge) und Schlaining wurde ein Mittelpunkt der internationalen Friedensforschung, der Friedenslehre und der Friedenspraxis. In Schlaining wurde eine Europäische Friedensuniversität errichtet und die UNESCO Paris verlieh dem Schlaininger Friedenszentrum den Friedenspreis.

Die Zeit danach

In der Folgezeit ging es um die Verwaltung und die Verteidigung des Bestehenden. Es entstanden finanzielle Probleme, die mit den strukturellen und personellen Veränderungen in der Bundes- und Landespolitik zusammenhingen. Ein Cluster Vertrag hat die Existenz von Schlaining längerfristig gesichert. In der Zwischenzeit kam auch die EU in eine Krise und der aggressive nationalistische Zeitgeist bedroht ihre Existenz. Das Buch schließt daher mit einem Beitrag, der sich mit der Vergangenheit und der Zukunft Europas aus utopischer Sicht befasst. Nach dem Motto: Wer nicht an Utopien glaubt, ist kein Realist. Kein Zeitgeist dauert ewig.
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