18.04.2016, 13:06 Uhr

Hochart: Zehn Monate Freiheitsstrafe nach Schüssen auf Freundin

Das Landesgericht Eisenstadt verhängte eine zehnmonatige Freiheitsstrafe gegen den Südburgenländer, der im Drogenrausch mit Schüsse seine Lebensgefährtin verletzte.

HOCHART. Nach Schüssen im Drogenrausch, bei denen eine Frau verletzt wurde, verurteilte am Freitag das Landesgericht Eisenstadt einen Südburgenländer zu zehn Monate Freiheitsstrafe und einer Drogentherapie.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Der Südburgenländer, der auch als „Knochensammler“ bekannt ist, bekannte sich im Prozess teilweise schuldig. Er sagte am Freitag vor Gericht aus, dass er Halluzinationen gehabt habe, weil er Kokain genommen hatte.

Lebensgefährtin verletzt

Mehr als zwanzig Mal soll der Mann Mitte Jänner unter Drogen stehend herumgeschossen haben. Die Pistole befand sich illegal in seinem Besitz. Für den Südburgenländer gilt bereits seit 25 Jahren ein Waffenverbot.
Bei der Aktion trug seine 38-jährige Lebensgefährtin einen Oberschenkel-Durchschuss davon und musste operiert werden. Vor den Schüssen soll der Mann Kokain und Cannabis konsumiert haben. Die Anklage lautete auf „Begehung einer mit Strafe bedrohten Handlung im Zustand voller Berauschung“, sowie Verletzung des Waffengesetzes. Seit den Schüssen war er in Untersuchungshaft.

Mann will Therapie machen

„Ja, ich will eine Therapie. Ich will die Jahre, die mir noch bleiben fit verbringen", sagte der Mann vor Gericht. Ein Gutachter attestierte eine Drogenpsychose im Tatzeitpunkt. Der Südburgenländer wurde schuldig gesprochen und in eine Anstalt eingewiesen - zur Drogentherapie.
Im März vor zwei Jahren wurde er bereits wegen Störung der Totenruhe zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte Schädel und Gebeine aus der Bestattungsstelle der Wallfahrtskirche Maria Weinberg geholt und damit als „Knochensammler“ für Schlagzeilen gesorgt.
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