29.07.2016, 12:10 Uhr

Südburgenland: Mehrere Drogenhändler festgenommen

Die Polizei deckte einen Suchtgiftmittelhändlerring im Südburgenland und der Oststeiermark auf.

Der Polizei gelang nach monatelangen Ermittlungen die Festnahme mutmaßlicher Drogenhändler im Südburgenland.

ST. MICHAEL/OBERWART. Die Polizeiinspektion St. Michael im Burgenland, Kriminaldienstgruppe – Suchmittel, in Kooperation mit der Landeskriminalamtsaußenstelle Oberwart, führte seit Februar 2016 Ermittlungen gegen eine Tätergruppe, die gewerbsmäßigen Suchtmittelhandel in Ostösterreich vertrieb.
Im Zuge von umfangreichen Ermittlungen konnte am 6. Juni 2016 in Hartberg ein staatenloser 53-jähriger Suchtmitteldealer ausgeforscht und festgenommen werden. Dieser aus Armenien stammende Mann wird verdächtigt, mit seiner fünfköpfigen Tätergruppe seit Juli 2014 Suchtmittelabhängige aus den Bezirken Güssing und Hartberg-Fürstenfeld mit Drogen versorgt zu haben.

Fentanylhältige Pflaster

Der Tätergruppe konnte die Verteilung von einer Gesamtmenge von mindestens 1.324 Stück fentanylhältiger Pflaster in Dosen zu 75 u. 100 Mikrogramm/h an Drogenabhängige angelastet werden.
Diese fentanylhältiger Pflaster – diese sind rezeptpflichtig und werden zur Therapie schwerer Schmerzen eingesetzt – wurden von den 53-Jährigen unter Vortäuschung schwerer Schmerzzustände beschafft. Um den Wirkstoff aus dem Pflaster zu lösen, musste das Pflaster ausgekocht werden, damit sich die Suchtmittelkonsumenten die gewonnene Substanz selbst intravenös injiziert konnten.

Ein Drogentoter

Bereits im April 2016 verstarb in der Oststeiermark ein 30-Jähriger an einer Suchtmittelüberdosis. Die Ermittlungen dazu ergaben, dass der verstorbene Konsument aus dem Bezirk Güssing seine Drogen über den 53-jährigen Drogenhändler bezogen hat.
Der 53-Jährige erwirtschaftete so einen Gewinn zwischen 62.000 und 84.000 Euro. Dieses Geld verwendete er zur Finanzierung seiner Spielsucht. Gleichzeitig ist er auch des gewerbsmäßigen Betruges verdächtigt. Durch die illegale Beschaffung von rezeptpflichtigen Arzneien (Pflaster) ist der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse ein Schaden in der Höhe von mindestens 13.000 Euro entstanden.
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