06.05.2016, 11:44 Uhr

"Tiergestützte Pädagogik" unterstützt Schüler in schwierigen Phasen

Mit Tieren sollen verhaltensauffällige Schüler wieder auf die richtige Bahn gebracht werden. (Foto: LSR Burgenland)

An den burgenländischen Pflichtschulen wurde in den letzten Jahren eine verstärkte Zunahme von Verhaltensauffälligkeiten unter den Schüler/innen wahrgenommen.

OBERWART. Dieses Projekt ist eine Kooperation der Pädagogischen Hochschule Burgenland und dem Landesschulrates für Burgenland mit dem nachgewiesen werden soll, dass der Einsatz von Tieren (Schulhunde, Pferde, Kaninchen etc.) in der pädagogischen Arbeit zu einer Verbesserung des Sozialverhaltens von Problemschülern/innen führt. Tiergestützte Pädagogik ermöglicht auch eine nachhaltige Integration von traumatisierten und unbegleiteten Flüchtlingskindern.

Unterstützung vom Land

Das Forschungsprojekt wird vom Sozialressort des Landes Burgenland unter der Leitung von LR Norbert Darabos mit 10.000 Euro unterstützt (Benützungsgebühren für Pferdeställe und Bauernhöfe, Transferkosten etc.). Der Präsident des Landesschulrates Heinz Josef Zitz begrüßt diese nachhaltige und sinnvolle Initiative.

Von Hochschule begleitet

Die wissenschaftliche Forschungsbegleitung ist durch die Pädagogische Hochschule Burgenland, vertreten durch Harald Mandl und seinen Studentinnen, gegeben. Für die Idee, Durchführung und Gesamtleitung zeigt sich Pflichtschulinspektor Alfred Lehner verantwortlich, der die Pilotierung in seiner Bildungsregion „LSR Aussenstelle Oberwart“ durchführt.

Praxistest an Schulen

Als Probanden treten Schüler/innen und Lehrer/innen aus den am Projekt beteiligten Volksschulen Deutschkreutz, Unterfrauenhaid und Rechnitz auf. Die NMS Markt Allhau ist in Form eines Erasmusprojektes beteiligt, in dem international die tiergestützte Intervention im Vergleich erforscht wird. „Tiergestützte Pädagogik“ ist auch in anderen europäischen Ländern in der päd. Praxis vermehrt gefragt. Diesbezüglich sind auch Vertreter/innen von Schulen aus Deutschland (GS Blankenheim) und Italien (GS Salerno) anwesend, die gegenwärtig mit der NMS Markt Allhau gemeinsam ein Erasmusprojekt dahingehend umsetzen. Bei dem Pilotprojekt werden Hunde, Pferde und Kaninchen eingesetzt.
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