11.03.2016, 13:59 Uhr

Irmgard Griss will als Bundespräsidentin etwas bewegen

Irmgard Griss sprach einige Problembereiche in Österreich an, in denen sie etwas bewegen will.

Die OGH-Richterin und Kandidatin war in Pinkafeld zu Gast.

PINKAFELD (ms). Irmgard Griss, unabhängige Kandidatin bei der Bundespräsidentenwahl und ehemalige Präsidentin am Obersten Gerichtshof, war Donnerstag im Stadthotel Pinkafeld zu Gast.
Sie informierte dabei über ihre Beweggründe, sich der Wahl zu stellen und auch, was sie verändern will.

Stillstand im Land

"Man kann auch in einem System etwas verändern, bei dem man glaubt, es ist alles festgefahren", ist Griss überzeugt und will das auch zeigen: "Es gibt viele Problembereiche und viel Stillstand im Land. Die Politiker wissen zwar um die Problemstellen, aber aus wahltaktischen Gründen tun sie nichts."
Sie sieht es als Chance, "keiner Partei verpflichtet zu sein" und will das entsprechend transportieren. "Bei wesentlichen Dinge sollte der Bundespräsident sich zu Wort melden. Er hat Probleme anzusprechen, um Lösungen zu finden. Jemand, der parteimäßig aufgebaut wurde, tut sich da schwerer, als jemand, der oder die unabhängig agiert", betont Griss.
Der Bundespräsident habe viel Einflussmöglichkeit, nutzt diese aber zu selten, meint die Kandidatin, die als Richterin in mehreren internationalen Gremien tätig ist und war. "Somit besitze ich über ein gutes Netzwerk, auch im internationalen Bereich", sagt Griss.

Von Bildung bis Gesundheit

"Jedes Jahr verlassen 20.000 Jugendliche die Schulpflicht, ohne richtig Lesen, Schreiben oder Rechnen zu können. Da gehört etwas geändert, denn es geht um die Zukunftsperspektiven, die diesen Jugendlichen bleiben. Auch die Aussage "Pensionen sind sicher" sind unhaltbar, denn, was heißt "sicher" und für wen. Da muss gehandelt werden, denn die nächste Generation wird sonst doppelt zur Kasse gebeten werden. Auch im Gesundheitsbereich, Verwaltung usw. herrscht Aufholbedarf. Der Bundespräsident kann auch hier Motivator sein und sich aktiv einbringen. Da hat hat er zahlreiche Möglichkeiten", so Griss.
Zudem habe er auch Einfluss auf die Besetzung hoher Positionen im Staat, so die ehemalige OGH-Präsidentin.
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