04.07.2016, 08:00 Uhr

Fußball im Bezirk Oberwart: Ein kurzer Rückblick auf die Saison (Teil 3)

Südburgenland - Carinthians/Spittal (Frauenbundesliga / 16. Runde); Ergebnis 3:1 (2:0)

Einen kurzen Rückblick auf die Saison von der Frauenbundesliga bis zur Niederösterreichischen Frauengruppe Süd gibt es hier.

BEZIRK OBERWART. Während der Männerfußball mit 37 Vereinen aus dem Bezirk Oberwart in der Meisterschaft aktiv ist, gibt es im Frauenfussball lediglich zwei Vereine, die Meisterschaft mit drei Teams spielen.
Aushängeschild ist dabei seit 13 Jahren der FC Südburgenland, der es schaffte als eine von nur vier Teams seit über 10 Jahren durchgehend Bundesligaluft zu schnuppern und dabei einmal Österreichischer Vizemeister wurde und einmal auch das Cupfinale erreichte.

Schneeberger gegen Torsperre

Nach einem schwachen Herbst mit nur sieben Punkten und gerade sechs erzielten Toren lag der FC Südburgenland nur am vorletzten Tabellenplatz - zwar schon sieben Zähler vorm punktelosen Letzten, die Carinthians, aber dennoch nicht auf einem Wunschplatz.
Mit neuem Trainer, Roland Laschober, sowie Neuzugang Stefanie Schneeberger sollte im Frühjahr mehr drinnen sein. Es begann mit einem 0:0 gegen Altenmarkt vielversprechend - wenn auch sehr glücklich, da die überragende Julia Bezsenyi nicht zu bezwingen war. Einer unglücklichen 0:2-Niederlage bei Vizemeister Sturm Graz (durch zwei Eigentore) folgte der verdiente Sieg gegen Innsbruck durch ein Tor von Schneeberger, die allerdings im Finish noch zwei drauflegen hätte können.
Dem knappen 0:1 in Landhaus folgten die vorprogrammierten Niederlagen gegen Neulengbach und St. Pölten-Spratzern, das erst im letzten Match der Saison Punkte gegen Sturm Graz (2:2) abgab.
Das 3:1 gegen die Carinthians-Spittal sollte der zweite Sieg im Frühjahr sein und Hoffnung auf Platz 7 schüren. Doch die letzten beiden Spiele klebte das Pech an den Händen, denn sowohl gegen Kleinmünchen als auch bei LUV Graz waren es Entscheidungen der Schiedsrichterassistenten, die Südburgenland wertvolle Punkte kosteten. Gegen Kleinmünchen verwehrte ein Assistent ein wohl reguläres Tor, da er den Ball nicht hinter der Linie sah - auch wenn die Unparteiische bereits auf Tor signalisierte. So hieß es 1:2. In Graz war es genau umgekehrt, da war der Ball wohl nicht hinter der Linie, doch der Mann an der Seite zeigte auf Tor, so hieß es statt 1:0 für den FC Süd und Rang 7 nur 1:1 und Platz 8.
Insgesamt war es für Südburgenland eine vor allem offensiv sehr magere Saison mit nur 12 Toren - davon je sechs im Frühjahr und Herbst. Von den sechs im Frühjahr gingen alleine fünf aufs Konto der U17-Nationalteamstürmerin Stefanie Schneeberger, die allerdings wie einige weitere Spielerinnen sowie Trainer Roland Laschober im Herbst nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein sehr schwieriges Jahr kommt somit auf die Südburgenländerinnen zu.

Klassenerhalt geschafft

Das große Ziel für die 1b hieß Klassenerhalt. Als Vorletzter und mit nur vier Punkten ausgestattet bedeutete es im Frühjahr eine Aufholjagd zu starten, was auch gelang.
Gleich im ersten Match setzten die Koch-Mädels ein Ausrufezeichen mit dem 4:0-Triumph über Sturm Graz II mit drei Treffern von Neuzugang Stefanie Schneeberger. Dem 0:5 bei Altera Porta folgte ein knappes 1:0 gegen Landhaus 1b, wo ein höherer Sieg verdient gewesen wäre. Überraschend dann ein 3:1-Sieg über Neulengbach 1b, ehe ein 1:5 bei Vizemeister St. Pölten-Spratzern 1b folgte.
Zwei verschenkte Siege und somit vier Punkte gab es für die Südburgenländerinnen gegen Feldkirchen/Magdalensberg bzw. gegen Hof b. Straden (jeweils 2:2). Somit war der Klassenerhalt weiterhin nicht gesichert und auch ein Mittelfeldplatz verspielt.
Bei Meister Erlaa setzte eine klare 0:3-Niederlage, ehe ein 2:1-Sieg gegen Leoben, das bereits im Vorfeld bekundete, kommende Saison in der Steirischen Landesliga zu spielen, den Klassenerhalt sicherte. Das 1:3 bei den Altenmarkt Juniors änderte nichts mehr am 9. Tabellenplatz, den man als 7. im Frühjahr ergatterte.

Team der Saison (Burgenland)*:
Magdalena Eberhardt (Südburgenland) - Jennifer Köppel (Südburgenland), Sandra Schwarz (Sturm Graz II), Lisa Strobl (Südburgenland), Jennifer Pöltl (St. Pölten-Spratzern) - Stefanie Kremener (Neulengbach), Nadine Dotter (Südburgenland 1b), Martina Mädl (Landhaus), Barbara Weber (Südburgenland) - Bianca Gröller (Sturm Graz II), Stefanie Schneeberger (Südburgenland)

* Ausgewählt aus burgenländischen Fußballerinnen der Frauenbundesliga und 2. Frauenliga Ost/Süd

Rückfall im Frühjahr

Im ersten Meisterschaftsjahr lief es für die Mädels aus Goberling im Herbst noch passabel. Platz 3 schürte Hoffnung auf einen Vizemeister, doch das Frühjahr war mit Ernüchterung gespickt.
So reichte es teilweise auch durch Verletzungen bedingt nur noch zu sieben Punkten und das Team rutschte auf Rang 5 ab. Dennoch gab es zwei Siege (4:3 in Kirchberg und 4:0 gegen Krumbach) und auch Positives im Frühjahr. Die kommende Saison wird nicht einfach, wird es doch aus privaten Gründen ein paar Abgänge geben.

Team der Saison (Burgenland)**:
Tina Fleischhacker (Mönchhof) - Sabrina Strini (Hatzendorf), Katrin Unger (Mönchhof), Astrid Podiwinsky (Wiener SK), Eva Neuwirth (Eggendorf/Kottingbrunn) - Michaela Vegh (Neusiedl), Alexandra Unterstetter (Eggendorf/Kottingbrunn), Katharina Lang (St. Ruprecht/R.), Denise Pomper (Goberling) - Anita Stefan (Neusiedl), Azra Kujaj (Goberling)
** Ausgewählt aus burgenländischen Fußballerinnen der Landesligen NÖ/W/Stmk, sowie Unterligen und Klassen

Rückblick: Regionalliga bis 2. Liga Süd
Rückblick: 1. Klasse Süd bis 2. Klasse B Süd
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