13.07.2016, 13:21 Uhr

Abhebungen bei Bankomaten von Euronet kosten 1,95 Euro

Bei Bankomaten des US-Betreibers Euronet werden pro Transaktion 1,95 Euro Spesen fällig. (Foto: Fotolia/Stryjek)

Der US-amerikanische Anbieter Euronet betreibt rund 70 Bankomaten in Österreich, zwei davon sind in Neusiedl am See und Eisenstadt.

BURGENLAND. Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst spricht sich vehement für ein gesetzliches Verbot von Bankomatgebühren aus. „Es kann nicht sein, dass unsere Konsumentinnen und Konsumenten, die bereits jetzt erhebliche Beträge für die Kontoführung und die Ausstellung von Bankomatkarten bezahlen, ein zweites Mal zur Kasse gebeten werden“, so Landesrätin Verena Dunst.

Euronet verlangt 1,95 Euro pro Transaktion

In der vergangenen Woche hat der US-amerikanische Anbieter Euronet, der in Österreich rund 70 Bankomaten betreibt, eine Gebühr in der Höhe von EUR 1,95 pro Transaktion für alle seine Geräte eingeführt. „Auch wenn Euronet nur einen kleinen Marktanteil aufweist, darf dieser Vorgang keinesfalls Schule machen. Besonders bedenklich finde ich es, dass die Kundinnen und Kunden nur im ‚Kleingedruckten‘ auf eine Transaktionsgebühr hingewiesen werden“, meint Dunst. Die Bankomaten von Euronet sind gekennzeichnet. Finanzminister Hans Jörg Schelling fordert eine farbliche Kennzeichnung jener Bankomaten, bei denen Bankomatgebühren anfallen.

Bankomatnetz im Burgenland

Der Großteil des Bankomatnetzes in Österreich wird von Payment Service Austria (PSA) betrieben. Diese Gesellschaft steht im Eigentum der österreichischen Banken. Die Betreiberbanken verrechnen einander für Transaktionen sehr kleine Centbeträge. Im Burgenland existieren derzeit 233 Bankomaten im Netz von PSA. Die Gebühren von Drittanbietern wie Euronet trug bis jetzt die Hausbank. „Die Banken können nicht zuerst Filialen aus Kostengründen schließen, Kundinnen und Kunden an Automaten verweisen und anschließend Gebühren dafür verlangen“, meint Verena Dunst.

Notfalls Verbot per Gesetz

„Wenn sich die Banken nicht einsichtig zeigen, ist es im Interesse unserer Konsumentinnen und Konsumenten notwendig, ein Verbot von Transaktiongebühren jeglicher Art gesetzlich zu verankern. Daher unterstütze ich als Konsumentenschutzlandesrätin vollinhaltlich die Forderung von Bundesminister Alois Stöger die Bankomatgebühr gesetzlich zu verbieten“, so Landesrätin Verena Dunst.
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