20.09.2016, 13:52 Uhr

"Blumenwiesen-Orden" geht an Franz Ulber aus Rechnitz

Bild v.l.n.r.: Franz Stefan Hautzinger (Präsident Landwirtschaftskammer Burgenland), Franz und Elke Ulber (Preisträger), Klaus Michalek (GF Naturschutzbund Burgenland), Roman Türk (Präsident Naturschutzbund Österreich) (Foto: Christopher Fuchs/BMLFUW)

Umweltministerium, Landwirtschaftskammer und Naturschutzbund belohnen großen Einsatz für Blühflächen.

RECHNITZ. Besonders engagierte Landwirte durften im Rahmen der Kampagne "Natur verbindet" von Landwirtschaftskammerpräsident Schultes, Naturschutzbund-Präsident Türk und Sektionschef Liebel eine Auszeichnung für ihre vorbildhafte Blühflächen-Pflege entgegennehmen.

Pflege von Trockenrasen

Franz Ulber aus Rechnitz erhält mit der Pflege von Trockenrasen einige der artenreichsten Wiesen Österreichs. Der prämierte 1,7 ha große Trocken- und Magerrasen liegt im nordöstlichen Bereich des Rechnitzer Weingebirges am sogenannten „Gmerk-Gatscher“, mitten im Naturpark Geschriebenstein-Irottkö, am Südhang des Geschriebensteins. Die Wiesenflächen unmittelbar an der Staatsgrenze zu Ungarn, am ehemaligen Eisernen Vorhang, sind „Perlen“ am heutigen „European Green Belt“. Die Wiese ist also auch wichtiger Bestandteil eines Lebensraumnetzes für bedrohte Pflanzen und Tiere.

Nachhaltige Landbewirtschaftung

Arten- und blütenreiche Wiesen, bunte Ackerrandstreifen und Säume sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Resultat einer sorgfältigen und nachhaltigen Landbewirtschaftung. Die Auszeichnung macht nicht nur auf deren Schönheit und Bedeutung aufmerksam, sie spricht den Bauern Wertschätzung aus. „'Natur verbindet' trägt maßgeblich dazu bei, Österreichs einzigartige Natur schonend zu nützen und für unsere Kinder und Nachkommen als Lebensgrundlage zu erhalten. Ich bedanke mich für diese Kampagne, die das Zusammenspiel von Landwirtschaft und Naturschutz öffentlich sichtbar macht“, betont Bundesminister Andrä Rupprechter.

Bewertungskriterien
Bewertet wurden ökologische Kriterien wie Pflanzenvielfalt, seltene Arten, Strukturvielfalt, Lage und Größe der Fläche und Vernetzung mit anderen Blühflächen. „Die Beurteilung der Flächen war eine große Herausforderung, da wir aus ganz Österreich so viele und auch ganz unterschiedliche Blumenwiesen genannt bekamen“, sagt Naturschutzbund-Präsident Roman Türk.
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