24.05.2016, 10:53 Uhr

Faire Wettbewerbsbedingungen in der burgenländischen Bauwirtschaft schaffen

(Foto: WKO/WB/Muik)

Der Missbrauch bei der Erbringung der grenzüberschreitenden Dienstleistung setzt der Bauwirtschaft schon seit Jahren zu.

BURGENLAND. Die burgenländischen Baufirmen sind zu schützen, damit diese mit ihrem Stammpersonal auch gegen die Billiglohnarbeiter der benachbarten Mitbewerber konkurrieren können.

Einschränkung der Personenfreizügigkeit

Völlig am Thema vorbei gehen nach Ansicht der Bauinnung aber Forderungen nach einer Einschränkung der Personenfreizügigkeit. Diese wären kontraproduktiv und würden zu unkontrollierbaren Verhältnissen führen, sagt Gerhard Köppel, Innungsmeister der burgenländischen Bauinnung. „Der Vorwurf, dass unsere Betriebe ausländische Arbeitnehmer den österreichischen, aufgrund der geringeren Entlohnung, bevorzugen, ist strikt abzulehnen. Durch das in Österreich geltende strengste Lohn- und Sozialdumpinggesetz in Europa werden unsere Betriebe penibel auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen kontrolliert.“

Effizentere Kontrollen

Vielmehr gehe es darum, effizientere Kontrollen der bestehenden gesetzlichen Regelungen einzuführen, um den bewussten Missbrauch in der Erbringung der grenzüberschreitenden Dienstleistung Einhalt zu gebieten. „Der grenzüberschreitende Vollzug von Strafen muss endlich auch in der Praxis gelebt werden, damit unsere burgenländischen Arbeitgeber auch noch in Zukunft, unter fairen Wettbewerbsbedingungen, den Arbeitsplatz ihrer Mitarbeiter sichern können“, fordert der Innungsmeister.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.