14.03.2016, 10:46 Uhr

Gabriel Konya baut auf und aus Holz

Zimmermann Gabriel Konya ist ganz in seinem Element: Holz. (Foto: privat)

Beim Hausbau ist der Zimmerer der Mann fürs Holz. Neben Dachstühlen und Holzriegelbauten zimmert er unter anderem auch Carports, Gartenhäuser, Terassenbelege, Zäune und Wintergärten.

PINKEFELD. 1979 begann Gabriel Konya seine Lehre als Zimmermann bei der Firma Ziermann in Riedlingsdorf. Ursprünglich wollte er Fleischer werden, doch da klappte es nicht mit der Lehrstelle. "Zum Glück, denn ich liebe die Arbeit mit Holz", sagt Gabriel Konya. "Die Arbeit ist sehr vielseitig und man sitzt nicht den ganzen Tag im Büro oder in der Werkstatt." In seiner Lehre baute er hauptsächlich Dachstühle und Stiegen.

Vom Vorarbeiter zum Chef

1988 übernahm Johann Wanitsch das Unternehmen und aufgrund seiner Erfahrung stieg Gabriel Konya bald zum Vorarbeiter auf. Der Wunsch sich selbstständig zu machen wurde immer größer. Als 2010 Johann Wanitsch sein Unternehmen an seinen Sohn übergab, schien der passende Zeitpunkt gekommen. Aus Loyalität seinem Chef und Lehrmeister gegenüber blieb er jedoch noch bis 2014, bevor er sein eigenes Holzbauunternehmen gründete. Da sein Arbeitsplatz die jeweiligen Baustellen sind, brauchte er lediglich einen Lagerplatz für seine Materialien. Seine Frau arbeitet seit Jahren für einen Steuerberater und konnte ihn daher bei allen Steuerangelegenheit bestens unterstützen. Durch seine langjährige Erfahrung hat sich Gabriel Konya auch ein gutes Netzwerk aufgebaut, weshalb es auch nie an Aufträgen mangelt. Je nach Arbeitsaufwand arbeitet Gabriel Konya mit drei weiteren selbstsändigen Zimmerern zusammen.

Neue Aufgabenbereiche

Da die modernen Häuser immer mehr mit Flachdächer gebaut werden, die keinen Dachstuhl haben, hat sich auch das Berufsbild des Zimmermanns verändert. "Heute machen wir auch Trockenausbauten und den Innenausbau. Dafür kommt es kaum noch vor, dass wir Stiegen machen, dafür gibt es eigene Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben."

Der Baustoff Holz

Das Besondere an Holz ist, dass es nicht so stark auf die Außentemperatur reagiert. "Holz ist immer warm, auch im Winter." Ziegelbauten kühlen im Winter rasch aus und heizen sich im Sommer stark auf. Holz ist gut zu verarbeiten und ist einfach ein natürlicher Rohstoff.
Das Holz und alle anderen benötigten Materialen, wie Dämmwolle, Rigipsplatten oder Schienen für den Innenausbau, bezieht Gabriel Konya von der Firma Zengerer in Graz. Diese liefert das Holz genau in der Form, die er für die jeweilige Baustelle braucht. So verarbeitet Gabriel Konya in etwa 150 bis 200 Kubikmeter Holz pro Jahr. Am Bau sind vor allem die Holzsorten Fichte und Kiefer gefragt. Für den Fassadenbau liegt derzeit die Lärche voll im Trend.

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