27.04.2016, 09:21 Uhr

Landesrat Darabos besuchte BFI-Metallausbildungszentrum Großpetersdorf

AMS-Oberwart-Leiter Dietmar Strobl, BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier, Landesrat Norbert Darabos, Michelle Reichl (Lehrling im 3. LJ) und BFI-Trainer Alfred Weber (Foto: BFI Burgenland)
Oberwart: Polizeiinspektion |

Die Erwachsenenbildung nimmt eine immer höhere Stellung in der Bildungswelt ein.

GROSSPETERSDORF. „Wir möchten zum burgenländischen „Jahr der Bildung“ auch die berufliche Erwachsenenbildung in den Vordergrund stellen und darauf hinweisen, wie viele Menschen sich außerhalb der Schule aus- und weiterbilden“, stellt BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier fest.
Immerhin nimmt die Erwachsenenbildung im lebenslangen Bildungsprozess den weitaus größten Zeitraum ein und stellt neben Schule, duale Lehre und Universität eine wesentliche Säule im Bildungssystem dar. Von der Zahl der Teilnahmen an ihren Kursen, Seminaren und Veranstaltungen, ist die Erwachsenenbildung der mit Abstand größte Bildungssektor.

2,9 Millionen Teilnehmer

Die gemeinnützige österreichische Erwachsenenbildung zählte beispielsweise im letzten Jahr 210.000 Bildungsveranstaltungen mit 2,9 Mio. Teilnahmen.
Maier: „Wenn man bedenkt, dass das doppelt so viel Menschen sind, wie die etwa 1,5 Mio. Schüler/innen und Student/innen im Land, dann ist das eine anzuerkennende Größe.
Gibt man diese Schüler/innen, die unter Sechs-Jährigen und die Pensionisten weg, dann besuchen pro Jahr, drei von vier Österreicher/innen eine Erwachsenenqualifikation. Allein im BFI Burgenland zählt man jährlich mehr als 11.000 Bildungsteilnehmer/innen. Das ist nicht zu übersehen.“
LR Darabos zeigt sich begeistert: „Das Lernen ist nie vorbei. Wenn es keine Erwachsenenbildung in unserem Land gäbe, hätten viele unserer Menschen nicht die Chance, eine Lehrwerkstätte zu besuchen, im zweiten Bildungsweg etwa die Matura nachzumachen oder auch als Erwachsener einen Lehrberuf zu erlernen."

Jobfindung leichter

Darabos weiter: "Mit der nötigen Qualifizierung können sie im Burgenland bleiben und erhalten hier leichter einen Job mit angemessener Bezahlung. Wir leben in einer Zeit, in der sich die Anforderungen für den Einzelnen in einem unwahrscheinlichen Tempo verändern. Die nötige Weiterbildung während der Berufsausübung, um den Job zu behalten oder um die Karriereleiter rascher emporklettern zu können, sind im heutigen Berufsleben unabdingbar. Die Qualifizierung unserer Jugend ist für mich zentral! Wir haben hier ein vielschichtiges Angebot geschaffen, das jungen Menschen eine wirklich Perspektive bieten kann.“
BFI-MAZ-Leiter Christian Pelzmann: „In unserer Lehrwerkstätte für Metallberufe führen wir vier Klassen mit 60 Lehrlings-Ausbildungsplätzen. Hier bringen wir junge Leute zur Lehrabschlussprüfung. In unserer Schweißerei werden jährlich rund 300 Schweiß-Zertifikatsprüfungen abgenommen, womit die AbsolventInnen Jobs in ganz Europa und darüber hinaus kriegen können. Die Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung kommt Erwachsenen zugute, die sich erst später entscheiden, einen Beruf zu erlernen. Nicht zu vergessen die vielfältigen Höherqualifizierungen, wo mehrere hundert Menschen ihre beruflich Situation durch mehr Wissen und Können wesentlich verbessern. Von hier aus koordinieren wir auch internationale BFI-Metallprojekte.“
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