01.08.2016, 16:00 Uhr

Roman Fürst: Große Liebe für Motoren

Roman Fürst ist auch heute noch gerne dabei, wenn es gilt komplizierte Fehler zu finden.

Roman Fürst vom Autohaus in Unterwart war 1991 jüngster Mechanikermeister.

UNTERWART/ASCHAU. Begonnen hat Roman Fürst am 1.7.1986 seine Lehre im elterlichen Betrieb in Aschau. "Ich habe schon in der Schule mitgearbeitet und war schon immer fasziniert von allem, was einen Motor hat. Darum war es für mich eine klare Sache, dass ich Mechaniker werde", erinnert sich Fürst, dessen Leidenschaft für Autos und Motoren bis heute besteht: "Hätte ich wieder die Wahl, würde ich es genauso wieder machen!"

Jüngster Meister

Bis 1990 absolvierte er die Lehre, 1991 machte er als jüngster Meister die Prüfung. "Die Gesellenzeit im Bundesheer wurde mir angerechnet, damit ich damals antreten durfte", so Fürst.
Bis 1999 arbeitete er in der Werkstatt, mit der Übersiedlung an den Standort Unterwart war Roman nur noch im Verkauf und Betriebsführung tätig. "Das bedeutet aber nicht, dass ich in der Werkstatt nicht mehr gesehen werde. Im Gegenteil, ich suche auch heute noch sehr gerne nach komplizierten Fehlern aktiv mit. Das lasse ich mir nicht nehmen", strahlt Fürst bei diesem Gedanken.

Früher mehr Zeit

In seiner Lehrzeit waren im kleinen Unternehmen drei bis vier Leute tätig, heute beschäftigt Fürst im Autohaus 19. "Die Zeiten haben sich schon geändert - auch durch die Größe. Früher hatte man aber einfach mehr Zeit. Als Lehrling konntest du viel probieren und so auch aus Fehlern lernen. Heute ist die Zeit zu teuer geworden. Durchs Herumtüfteln kommt man auf Vieles drauf und diese Zeit des Lernens kann dir niemand nehmen. Dadurch bekommst du als Lehrling Praxis und auch das Gefühl. Das kannst du nicht theoretisch erarbeiten", ist Fürst überzeugt.
Der Unternehmer meint auch, dass es früher geselliger war: "Da bist du nach der Arbeit noch zusammengesessen und hast wohl mehr über deine Kollegen erfahren, als dies heute der Fall ist. Die Zeit ist viel schnelllebiger!"

Lehrlingsausbildner

Fürst bildet selbst Lehrlinge aus - zurzeit sind es zwei. "Mit viel Überzeugung kann man als Lehrling Widerstände überwinden. Natürlich gibt es wie überall Positives und Negatives, aber mit einem Lehrberuf und Einsatz kann man viel erreichen. Wichtig ist, dass man sich dahinterklemmt, wenn ich einen Berufswunsch habe", betont er.
Und die schönen Erinnerung überwiegen. "An die negativen erinnerst du dich meist eh kaum noch. Besonders schön war, als wir gegen Ende meiner Lehrzeit Feuerwehrautos umbauten und da konnten wir unsere Ideen verwirklichen. Wir haben die Feuerwehren eingebunden und entstanden tolle Sachen wie Flutlicht bei den Autos usw.", erklärt Fürst.

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