17.08.2016, 06:00 Uhr

Schachendorf: Nahversorger vor dem Aus

Dorothea Marlovics mit Kundin Brigitte Bernsteiner ist der einzige Nahversorger in Schachendorf.

Einziges Geschäft in Schachendorf, das seit mittlerweile 60 Jahren besteht, steht vor Schließung.

SCHACHENDORF. 1956 begründete Wilhelm Marlovics das Geschäft in Schachendorf und führte es bis 1976. Danach übernahm seine Gattin Wilhelminem, ehe Tochter Dorothea Marlovics 1999 den typischen dörflichen Nahversorger übernahm.
"Dorlis Geschäft ist ein wichtiger Nahversorger und ein Treffpunkt in der Gemeinde, doch aufgrund der Auflagen wie Registrierkassa oder Barrierefreiheit wird es diesen wohl bald nicht mehr geben. Dorli geht in zwei Jahren in Pension, die Investitionen rentieren sich für sie nicht. Früher hatten wir in Schachendorf vier Geschäfte, bald eventuell mehr gar keines", bedauern Brigitte Bernsteiner und Martin Omischl, die gerne bei Dorli einkaufen.

Zum Jahresende ist Schluss

Für Dorli selbst, die auch in Vereinen wie der Tamburizza Stalnost aktiv ist, ist die Entscheidung gefallen: "Neben Registrierkassa müsste ich mir auch eine neue Waage kaufen. Das kann ich mir als kleine Kreislerin nicht leisten. Mit 1.1.2017 muss ich deshalb zusperren, was mir sehr schwer fällt - vor allem so kurz vor der Pension. Ich verstehe nicht, warum es da keine Lösung gibt. Es gibt sicher viele, die in der selben Situation stehen - kurz vor der Pension und kein Nachfolger in Sicht. Gerade in kleinen Ortschaften werden deshalb wohl viele Nahversorger zusperren."
Bgm. Adalbert Resetar bedauert das: "Wenn Dorli zusperrt, ist es natürlich eine Tragödie, vor allem furchtbar für ältere Leute, die nicht mobil sind. Ich hoffe aber, dass sie doch noch weitermacht. Ansonsten gilt es eine Nachfolgelösung zu finden, um die Nahversorgung irgendwie zu sichern."
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