29.04.2016, 10:55 Uhr

Tag der Arbeitgeber: Wirtschaft und Betriebe unterstützen

Wirtschaftskammer Regionalstellenobmann Gerald Guttmann, WB-Bezirksobfrau Andrea Gottweis und Wirtschaftskammer-Präsident Peter Nemeth fordern mehr Unterstützung. (Foto: Wirtschaftsbund)

Am 30. April, dem Tag der Arbeitgeber, ruft der Wirtschaftsbund zu mehr Unternehmerbewusstsein in Österreich auf.

OBERWART. Die Mitgliedsbetriebe des Wirtschaftsbundes Oberwart sind sich einig: „Nicht die Politik schafft Arbeitsplätze – sondern die Wirtschaft.“ Daher brauchen die heimischen Unternehmen volle politische Unterstützung bei Entbürokratisierung, Senkung der Lohnnebenkosten, Facharbeiter-Intensivausbildungen und vor allem faire Wettbewerbsbedingungen. „Die Steuerreform war gestern, nun muss der Wirtschaftsstandort Österreich wieder fit für die Zukunft werden“, fordert Wirtschaftsbund-Bezirksobfrau KommR. Andrea Gottweis.

Weniger Bürokratie

Die derzeitige Lawine an bürokratischen Vorschriften kostet den Unternehmen immer mehr Zeit und Geld. Zu viel Energie verpufft durch überbordende Verwaltungsarbeit, Aufzeichnungspflichten, Statistikmeldungen. Diese verlorenen Stunden könnten viel erfolgreicher in der Produktentwicklung und im Service am Kunden eingesetzt werden. „Wirtschaft und Betriebe brauchen in herausfordernden Zeiten die richtigen Rahmenbedingungen und faire Wettbewerbsregeln“, sagt WB-Bezirksobfrau Gottweis.

Konkrete Maßnahmen

Die Arbeiterkammer und Gewerkschaft solle am Tag der Arbeit nicht nur marschieren, sondern konkrete Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung erarbeiten. „Am Tag der Arbeitgeber erinnern wir, dass es ohne Unternehmerinnen und Unternehmer keine Arbeit und auch keinen Tag der Arbeit gäbe. Ebenso ist es ein Tag der Mitarbeiter, denn nur gemeinsam mit motivierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lässt sich ein erfolgreiches Unternehmen führen“, so Gottweis.

20.000 Arbeitsplätze

Im Bezirk Oberwart schaffen rund 3.400 Betriebe mehr als 20.000 Arbeitsplätze. Rund 40 % der Betriebe kommt aus der Sparte Gewerbe und Handwerk, ca. 30 % sind Handelsbetriebe gefolgt von Tourismus/Gastronomie/Hotellerie. „Wir sind der stärkste Bezirk in der Lehrlingsausbildung. Insgesamt bilden unsere Betriebe 658 Lehrlinge aus. Das ist eine hervorragende Leistung, die nicht nur unseren Dank, sondern auch die Unterstützung der Politik verdient“, unterstreicht Gottweis.

Intelligente Lösungen

Der Wirtschaftsbund fordert von der Politik auch ein Ende der Stimmungsmache gegen ausländische Arbeitskräfte. „Viele Betriebe, nicht nur in der Gastronomie und Hotellerie, können ohne ausländische Fachkräfte nicht existieren. Statt mehr Populismus braucht es konkrete Initiativen, damit Betriebe Arbeitsplätze schaffen können und intelligente Maßnahmen, um Arbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen", sagt Gottweis abschließend.
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