06.04.2016, 16:10 Uhr

Weinidylle zieht immer mehr Besucher ins Südburgenland

Thomas Schreiner, LRin Verena Dunst, Tourismusvertreter Harald Popofsits und Ronni Gollatz fiebern dem 5. Weinfrühling entgegen.

Ein Wochenende mit Wein, gutem Essen und Musik inmitten der Weinberge lockt jedes Jahr hunderte Gäste in die Region Oberwart - Güssing - Jennersdorf.

HANNERSDORF (kv). Am 30. April und 1. Mai findet zum fünften Mal der Weinfrühling im Südburgenland statt. Über 60 Winzer von Rechnitz über Eisenberg und Deutsch Schützen, dem Csaterberg und dem Wintner Berg bis nach Bildein, Eberau, Gaas und Moschendorf laden zur Verkostung ein. Das Event ist eine Kooperation von neun Weinbauregionen.

Der beste Wein

Eröffnet wird der kulinarische Veranstaltungsreigen mit der Wein-Trophy am "Hannersberg", wo die besten Blaufränkisch und Welschriesling der Region verkostet und prämiert werden - begleitet von einem 3-Gänge-Menü für 58 Euro. "Dass wir dieses Jahr die Veranstaltung ausrichten dürfen, ist eine große Ehre und wir haben dafür sogar ein paar Bräute überredet, ihre Hochzeit zu verschieben", sagt Ronni Gollatz vom Hannersberg. Die Veranstaltung bringt vor allem neue Gäste in die Region und steigert die Wertschöpfung. Neben der Wein-Kür wird auch der Gastrom geehrt, der die beste Weinkarte anbietet.

Die Weinregion Südburgenland

Das Südburgenland ist mit knapp 500 ha Rebfläche zwar das kleinste aller burgenländischen Weinbaugebiete, es bringt aber, bedingt durch das Mikroklima und die mineralischen Böden einzigartige Weine mit sich. Der Blaufränkisch ist den schweren Lehmböden von Deutsch-Schützen und Eisenberg zuzuschreiben. Der Welchriesling verdankt den blauen Tonschieferböden im Norden um Rechnitz und im Süden um Moschendorf seinen Geschmack. Berühmt gemacht hat das Südburgenland jedoch der Uhudler, der in Heiligenbrunn und Moschendorf wie auch im Bezirk Jennersdorf anzutreffen ist. "Da in diesem Gebiet die Betriebe sehr zerstreut sind, haben wir für unsere Rarität drei Zentren geschaffen: Das Weinarchiv in Bildein, den Hauptplatz in Eberau und das Weinmuseum in Moschendorf", sagt Weinidylle-Präsident Thomas Schreiner.

Ziel der Initiative

Nach dem Motto "In der Region, mit der Region, für die Region" soll die Partnerschaft zwischen Produzenten, Verarbeitern, Handel, Gastronomie und Konsumenten vertieft werden. So bleibt die Wertschöpfung im Land. Der Weinfrühling ist eine Möglichkeit, die Region zu präsentieren und über die Landesgrenzen hinaus zu zeigen, was das Südburgenland zu bieten hat. "Wir haben ein Paket aus gutem Wein, Kulinarik und Übernachtung geschaffen, das immer professioneller wird. Der Mensch sucht Autentizität und Regionalität, hinter der eine Geschichte steht und genau das haben wir hier", so LRin Verena Dunst. Gentechnik, Lebensmittelmanipulationen und Großindustrie bringen die Menschen dazu, wieder genauer hinzuschauen, was sie essen und wo ihr Essen herkommt.

Über die Grenzen hinaus

Touristisches Ziel des Weinfrühlings ist und war es, eine Veranstaltung zu schaffen, die regionale Produkte - mit dem Wein im Mittelpunkt - überregional bekannt macht. "Und das ist uns auch gelungen, denn es kommen jedes Jahr mehr Besucher", so Harald Popofsits. Letztes Jahr verzeichneten wir an dem Wochenende einen Weinverkaufsumsatz von 100.000 Euro, über 3.000 Besucher und 600 Nächtigungen. Über zwei Drittel der Gäste waren nicht aus dem Burgenland.

Genuss ohne Reue

Verbunden werden die Weinregionen und Winzer mit einem Shuttle-Bus-System. So gelangt man stressfrei zu allen Weinverkostungen, ohne sich zurückhalten zu müssen.

Ein leistbares Erlebnis

Das Event hat mittlerweile bereits Kultcharakter bekommen. Ein Zwei-Tages-Ticket kostet 29 Euro, im Vorverkauf bis 20. April sogar nur 25 Euro. Einfach online buchen oder Ticket bei Raiffeisenbanken und Fox-Tours Oberwart holen. Dafür bekommt man eingiges: 5 Weinproben pro Weinbaubetrieb, 1 Weinglas, 1 Starterpaket, 1 Weingutschein im Wert von 5 Euro und das Shuttle-Service. Alle Infos auf www.weinidylle.at.
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Michael Strini aus Oberwart | 06.04.2016 | 22:05   Melden
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