22.06.2016, 13:46 Uhr

AUF DER HARLEY DAVIDSON MUSS DIE FREIHEIT WOHL GRENZENLOS SEIN . . .

Das letzte Stück " ECHTE FREIHEIT" wird im Journal - das Osttiroler Monatsmagazin - in einem Beitrag beschrieben, wenn sich hartgesottene Biker auf ihren Feuerstühlen durch die Landschaft bewegen, wenn der Mythos "American Way of Life" sich in Osttirol fortsetzt, wenn das Wilde Einzug hält, wenn Männer mit ihren Kisten die Landschaft zwangsbeglücken, wenn sich der aufgemotzte LÄRM einerseits und die Umweltbelastung andererseits in einen Touch von Feeling die Hände reichen . . . dann geht es zur Sache, dann erst weiß man, was FREIHEIT bedeutet, die Ungebundenheit, der zweite und dritte Frühling sich in den Köpfen der Biker zelebrieren und perpetuieren . . .

Das im Artikel beschriebene Lebensgefühl ist künstlich erzeugt, es sind die Gedanken, es sind die "Beweih-räucherungen", es ist das Überdrüber, es ist einfach nur noch IRRE, wenn diese Gruppieren sich outen, wenn alles andere an natürlichen Einflüssen buchstäblich verliert, wenn das Familien-Gefühl einen Ersatz bildet für Frustrierte, für Freiheitsbesessene, für Kultigene, für Bedürfnisstrukturen, die alles andere in den Schatten stellen . . . wenn Sehnsüchte wach werden und das Biker-Vokabular als eigene Terminologie unmittelbare Höhenflüge erlebt . . . es gibt nichts Wichtigeres, Besseres, Gehaltvolleres als dieses Ausreiten auf den geilen Kisten mit dem mächtigen Sound, der alle anderen zwangsbeglückt auf Teufel komm raus . . .

Wenn sie durch die Straßen düsen, muss man ihnen Respekt zollen, man muss ihnen den roten Teppich auslegen, man muss ihnen alle Freiheiten gewähren, die man sich vorstellen kann, nur sie allein zählen, nur sie alle haben die Rechte auf ihrer Seite, sie können alles tun, was sie möchten, was in ihr Konzept passt, jede andere Einmischung machen sie platt, vernichten sie mit ihren plumpen Äußerungen einer pauschalen Kritik . . . wenn es die Harley-Biker nicht gäbe, man müsste sie erfinden, nur dann hat das Leben einen Sinn, ohne diese Zielgruppe wären wir arme Schweine . . .

Sie unterstützen den sozialen Gedanken, den caritativen Zweck, starten Aktionen und Beiträge, die sich gut anbieten, um sein Harley-Davidson-Feeling zu transformieren . . . darüber erhalten sie uneingeschränkte Aufmerksamkeit, Bewunderung, sei es durch bildgebende Verfahren oder auch in schriftlicher Form . . .

Befreundete Harley-Biker gehen durch Dick und Dünn, sie bilden eine eigene Community, lassen keinen im Regen stehen . . . alles wird unter dem Auftrag einer Biker-Philosophie abgehandelt, sie denken wie ihre Harley, sie schlafen mit ihrer Harley, sie sind die Harley schlechthin . . . die Freiheit ist nicht allein die Harley-Welt, die Freiheit ist auch und vor allem an andere Interessen zu denken, sie zu respektieren, und auch Rücksicht zu nehmen . . . eine Gesellschaft definiert sich nicht nur über den Besitz einer Harley und deren Eigenschaften . . . eine Gesellschaft hat auch noch andere Bedürfnisstrukturen: Lärmreduzierung, Umweltverträglichkeit, Biodiversität und vieles mehr . . . da sind viele Spielregeln zu beachten, die nicht immer von den Harley-Bikern eingehalten werden . . . es ist nicht alles nur COOL und TOLL, es ist auch vieles anders, und dieses ANDERE muss auch Platz haben . . .

Die FREIHEIT ist ein sensibler Begriff, der ständig hinterfragt werden muss . . . wir haben nicht alle die Freiheit, wir sind ein Teil einer konstruierten Freiheit, deren Inhalte wir kontrollieren müssen . . .
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