30.05.2016, 09:27 Uhr

Alpine Notlage am Großglockner

KALS. Drei Bergsteiger aus Salzburg, im Alter zwischen 22 und 23 Jahren, stiegen am 29.05.2016 gegen 4.15 Uhr in Kals von der Stüdlhütte entsprechend ausgerüstet über den Stüdlgrat in Richtung Gipfel des Großglockners. Aufgrund des Neuschnees der letzten Tage kamen sie nur langsam voran. Gegen 17.30 Uhr befanden sich die Alpinisten ca. 100 Meter unterhalb des Gipfels, als sich das Wetter zunehmend verschlechterte. Aufgrund der Schneeauflage konnten sie die Sicherungspunkte nicht mehr finden, weshalb sie um ca. 17.50 Uhr einen Notruf absetzten. Der alarmierte Notarzthubschrauber brachte 15 Einsatzkräfte der Bergrettung Kals in den Bereich oberhalb der Stüdlhütte. Aufgrund der Witterung war eine Bergung aus der Luft nicht möglich. Die Bergretter stiegen über die Erzherzog-Johann-Hütte auf den Gipfel des Großglockners und über den Stüdlgrat zu den in Not geratenen Bergsteigern ab. Sie konnten die Alpinisten gesichert auf den Gipfel und von dort wieder über die Erzherzog-Johann-Hütte zur Stüdlhütte bringen. Dort trafen sie gegen 2.30 Uhr ein. Anschließend wurden sie zum Lucknerhaus und weiter in das Bezirkskrankenhaus Lienz gebracht. Der Bergrettungsarzt stellte bei einer Person leichte Erfrierungen und bei den anderen beiden eine Unterkühlung fest. Bei der Bergung standen insgesamt 19 Bergretter, ein Bergrettungsarzt und ein Alpinpolizist im Einsatz.
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