12.09.2016, 00:00 Uhr

"Lage wurde und wird genau beobachtet"

2016 verzeichnete die Polizei bislang insgesamt 127 illegale Grenzgänger in Sillian. (Foto: Brunner Images)
SILLIAN (ebn). In den vergangenen Tagen kam es an der Sillianer Grenze wieder Flüchtlichsbewegungen. Grund genug für die Tiroler FPÖ Alarm zu schlagen und zum Lokalaugenschein auszurücken.

„Mehrmals kamen Bürgerinnen und Bürger zu mir, die mir von Personen berichteten, die zu Fuß die Grenze überschritten haben, Personen mit afrikanischer Herkunft. Die Bewohnerinnen und Bewohner unserer Gemeinde haben einfach große Angst vor dem drohenden Ansturm", erklärte der Sillianer FPÖ-Gemeinderat Dominik Schett.
„Auf österreichischer Seite wird nicht kontrolliert, wohl aber auf italienischer Seite, wobei die italienischen Beamten wohl keinen Flüchtling an der Ausreise nach Österreich hindern, das ist ein Skandal. Der Ansturm wird kommen und Österreich ist nicht gerüstet", ergänzt FPÖ-Landtagsklubobmann Rudi Federspiel.
Diese Aussagen wollte Landeshauptmann Günther Platter nicht so einfach stehen lassen. "Wenn es in Sillian wirklich brisant werden sollte, dann wird auch etwas getan. Angst schürende Aussagen weise ich aufs Schärfste zurück", erklärte Platter im Rahmen der VP-Klubklausur in Lavant.

Konkrete Zahlen zu den Flüchtlingen an der Sillianer Grenze veröffentlichte die Polizei. "Die Lage wurde und wird genau beobachtet. In den Sommermonaten stieg die Migrationslage mit 30 Aufgriffen im Juni, einer Verflachung mit 21 im Juli und einem neuerlichen Anstieg im August mit 31 illegal eingereisten fremden Personen leicht an. Bei den polizeilichen Kontrollmaßnahmen war insbesondere auch festzustellen, dass sich die mittlerweile insgesamt 127 Aufgriffe im gesamten Jahresverlauf auf einige wenige Tage konzentrierten und nach wie vor konzentrieren. Aus polizeilicher Sicht ist die Migrationslage mit September 2016 zwar nicht gänzlich unauffällig, von Migrationsströmen kann aber keinesfalls gesprochen werden", erklärt Bezirkspolizeikommandant Silvester Wolsegger dazu.
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