25.04.2016, 10:03 Uhr

DER MENSCH WILL BETROGEN SEIN UND ER WIRD AUCH BETROGEN . . .

Stellen wir uns der abgebildeten Wirklichkeiten in diesem Land. Die vollzogene Wahl war und ist ein Desaster, die spontanen Analysen und Vorabbewertungen mehr als lächerlich und manchmal stellenweise hilflos. Die Diagnose ist klar und deutlich: Wahrheitsverdrängung, Verleugnung der Tatsachen, Selbstüberschätzungen und vieles mehr . . . inzwischen ist die Politik ein Pool voller Widersprüche geworden, ein Sammelbecken von Frustrierten, Enttäuschten, Hochmütigen, Eitlen, da sind Steigerungen noch möglich, das Spiel ist das Spiel geworden, und diese Spiele sind auch noch grottenschlecht . . .

Politiker bezeichnen sich häufig als Experten, als Überflieger, als Alleskönner, als Besserwisser, als Wunder einer auserwählten Spezies, ihr wirklicher Zauber ist kein Zauber, er basiert auf blinde Aktionen, auf blinden Aktionismus, auf Augenwischerei, auf chronischer Selbstüberhöhung der eigenen Wirklichkeiten . . .

Die Quittung hat es jetzt bei der Wahl gegeben, die persönlichen Abrechnungen folgen noch, das Karusell der Begierden dreht sich weiter, bekanntermaßen natürlich im Kreise, damit geht das Verwirrspiel in eine neue Dekade . . . die Bürgerinnen und Bürger lassen ihr Bauchgefühl sprechen, ihnen scheint alles recht zu sein, Hauptsache sie können ihr Dasein fristen, haben ihr Auskommen, werden dann wieder in Ruhe gelassen . . . wie einfältig muss man sein, wenn es kaum zu Aufschreien führt, zu Demonstrationen, zu Reaktionen überhaupt???

Dass das Leben insgesamt eine schwierige Sache ist, das hat sich inzwischen überall herum gesprochen, auch der letzte Bürger in einem Seitental weiß, wir sind nicht mehr in der Lage, Klarheiten zu schaffen, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden . . . das Gedöns um die Posten ist das Allerwichtigste, wichtig sind die Privilegien, die Zusatzprämien an Anerkennung, das Geschäft um die Freunderl-Wirtschaft blüht, es passt zur Jahreszeit, es passt zur Seele eines überzeugten Österreichers . . . die Ehrlichkeit, die Aufrichtigkeit, die Authentizität sind nur billige Formeln, sie dienen der Augenwischerei, sie sind oft nur ein Trostpflaster und helfen nicht, den Gestalt-Prozess in der Politik voran zu treiben . . . Politik ist mehr . . . Politik wäre nach dem Idealprinzip eine lustvolle Herausforderung für Körper, Geist und Seele, wäre ein hehrer Auftrag, eine Gesellschaft auf den richtigen Weg zu bringen . . . doch schon tauchen die Zweifel auf, was wohl eine funktionierende Gesellschaft ausmacht??? Als stiller Beobachter dieser Prozesse, kriege ich jeden Tag eine neue Gänsehaut, muss ich mich wundern und manchmal auch total ärgern, wie man behandelt und auch abgespeist wird . . .

Sollten sich bei dieser letzten Wahl Bürgerinnen und Bürger verstanden wissen, dann ist das eine glatte Lüge, eine Verweigerung der Realitäten, eine Blindheit oder was auch immer . . . Schuldzuweisungen sind schnell auf den Weg gebracht, auch die Tatsache, dass jetzt fleißig analysiert wird, die Weichen und die Neuausrichtung ein Signal darstellen . . . alles ist alter Kaffee, ein alter Hut, alles schon dagewesen, es wird wieder eine Fortsetzung geben, das Theater um die Pflicht-Übungen wird neu gemischt . . . wenn wir so unsere Lebenszeit vergeigen, wenn wir so billig davon kommen wollen, dann ist uns wirklich nicht zu helfen!!!! Wir lernen scheinbar nichts dazu, wir lassen uns auch in der nächsten Zeit wieder über den Tisch ziehen, lassen uns die Geschichten erzählen, die abgedroschen und langweilig sind, wir haben keine wirklichen Mahner und Aufklärer, wir haben nur und ständig SCHWÄTZER, GROSSMÄULER, FANTASTEN usw. . . . da kann nichts entstehen . . . da fehlt die gesunde Basis, die gesunde Ausrichtung, der gesunden Menschen-Verstand, der Erkenntnis-Gewinn, das LERNEN aus den Fehlern, die sich ständig fortsetzen, weil es schön sein muss, auf den alten Gleisen zu fahren . . . die Faulheit und die Bequemlichkeit der Politik hat zugeschlagen, die romantischen Vorstellungen eines Politik-Verständnisses lassen grüßen . . .

Hoffen darf man nichts mehr . . . die Hoffnungen sind abhanden gekommen . . . sie müssten neu erfunden werden . . . und das dürfte sehr schwierig werden . . . die unzähligen Neurosen in diesem Land verhindern einen Durchbruch, einen wirklichen Neuanfang, einen Paradigmenwechsel . . . schönes Österreich allein genügt nicht, das herrliche Österreich kann auch nicht das Wort sein, dass eine Veränderung bringt . . . die Ruhe muss beendet werden, die Arbeit schreit nach Arbeit, nach einem konstruktiven Gestalt-Prozess, sowohl nach innen wie auch nach außen . . . es gibt keine Unbefangenheit mehr, es gibt keine Fröhlichkeit mehr, es gibt keine Ungezwungenheit mehr . . . alles ist eine große Illusion, wie das Leben selbst auch eine Illusion ist . . . man muss sich das eingestehen . . . man muss in den eigenen Spiegel schauen . . . die Neurosen blühen in dieser Alpenrepublik am meisten, das hat viele Ursachen und auch Gründe . . . aber an der Aufarbeitung sind nicht die Menschen interessiert, sie wollen in Ruhe gelassen werden, sie wollen ihr Bier trinken, ihr Fernsehprogramm genießen, ihre Chips essen, eine schräge Zeitung lesen, aus denen ihnen die widerwärtigen Artikel entgegenprangern, da lernt man die Steigerungen der ständigen Polarisierungen, die sich ständig verströmen, die sich in alle Ritzen verkriechen und dort überleben . . .

Wo es hingehen soll, das weiß inzwischen kein Mensch, keiner versteht dieses Schmierentheater von Politik, das sich jeden Tag selbst auf ein Podest stellt, das von sich und von seinen Ansichten überzeugt ist . . . wie man Arbeitslosigkeit beseitigt, wie man alte Menschen am Leben teilnehmen lässt, wie man die Jugendlichen fördert, wie man wirkliche Integration auf den Weg bringt, wie man die Armut in diesem Land beseitigt, dass interessiert keine Politgröße, das wäre eine Aufgabe, das wäre eine Zielsetzung, das würde etwas bewegen . . .

Politiker könnten von den Kindern etwas lernen, von ihnen etwas annehmen, denn die Kinder haben in der Regel einen gesunden Zugang zu den Lösungen der Probleme, aber das interessiert sie nicht, das ist ihnen nicht geheuer, das würde für sie nie in Frage kommen . . . eine SCHANDE, eine BORNIERTHEIT, eine ÜBERHEBLICHKEIT . . .

Oh Gott, was für eine Wahl, oh Gott, was für eine Auswertung, oh Gott, was für Analysen . . . welch ein Hohn und Spott . . . Österreich täte gut daran, einfach erst einmal richtig durch-zu-atmen, nachzudenken, auch die Trauerarbeit über dieses Wahlerlebnis auf den Weg zu bringen . . . es ist nur noch furchtbar!!!!

AUF EIN WUNDER KANN MAN NICHT HOFFEN - DEMOKRATIE IST ARBEIT PUR!!
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