21.06.2016, 09:57 Uhr

DER WIND HAT SICH GEDREHT - DIE SORGENVOLLE FPÖ IM STÄNDIGEN WANDEL

Die Träume von einer besseren Zukunft sind schnell begraben, wenn man sich das ganze Theater um die Freiheitliche Partei Österreich vergegenwärtigt, da wird es eher eine Zunahme der Alpträume geben. Die Welt selbst ist schon seit Jahren ein großes Sorgenkind: der Klimawandel, die Kriege, die Ausbeutungen, die Armut, die Demütigungen, die Vergewaltigungen usw. . . . die FPÖ ist eher europakritisch eingestellt, sie verspricht viel, ohne sich um das weitere Procedere zu kümmern, das ist ihr Markenzeichen. Sie pocht beharrlich auf mehr Demokratie, auf mehr Selbstbestimmung, auf mehr Rechte, sie geht auch über Leichen, nimmt keine Rücksicht auf Minderheiten, auf Migranten, auf Flüchtlinge . . . die FPÖ schwärmt von einem freien Europa der freien Völker und Vaterländer, wobei das Vaterland ein schwammiger Begriff ist, man sich schnell an andere Zeiten erinnert fühlt, die kein Mensch gebrauchen kann . . . das Stichwort der autochtonen Volksgruppen geistert durch die Gehirnwindungen, hier fühlt man sich als Kopf, als Machtorgan . . . wobei selbst die FPÖ oft nicht GUT und BÖSE auseinanderhalten kann . . . der vermeintliche Schwerpunkt dreht sich ausschließlich um die Sicherheitsfakten, den Ausbau von Schutz in Österreich nach innen und nach außen . . . die Menschen können sich selbst schützen, dafür brauchen wir keine FPÖ, sie können auch für sich selbst reden, dafür brauchen wir auch keine FPÖ, sie brauchen keine Bevormundung, das muss endlich in aller Deutlichkeit abgeschafft werden . . . die FPÖ ist kein Übervater, das wäre grauenhaft und schändlich . . . die FPÖ ist ausschließlich von sich überzeugt, und dann kommt lange nichts, dann erst kommt wieder die FPÖ in allen Farben, Formen und Erscheinungsbildern . . .

Die FPÖ stellt sich dar, als ob sie die Weisheit mit Löffeln gefressen hätte, alles und grundsätzlich versteht, ihr auch rein gar nichts aus den Händen gleitet, sie ist dauernd in sich selbst verliebt, und das auch ohne Rücksicht auf mögliche Verluste. Ihre Mitglieder sind nicht klar einzuschätzen, sie geben sich nicht eindeutig, schaffen weiterhin Verirrungen und Verwirrungen!!! . . . je mehr es davon gibt, um so wichtiger nehmen sie sich . . . sie sprechen jugendliche Wähler an, denen können sie imponieren, das Geschrei kommt gut an, das Polarisieren ist ein dynamisches Instrument, das hört sich geil an, man könnte denken, man sei in einem Werbeblock eines trad. Fernsehsenders . . .

Viele ehemalige Einwanderer aus Jugoslawien haben die FPÖ gewählt, da hat sie nichts dagegen, das kommt ihr gerade recht, aber ansonsten wehrt sie sich mit Händen und Füßen gegen die Migranten, gegen die Rechte von Asylwerbern und anderen Zielgruppen . . . wenn Herr H.C. Strache seine Gebetskette öffentlich trägt, ist das ein Zeichen, das man vielschichtig deuten kann und muss . . . hier stecken die Ambivalenzen, hier wird sichtbar, dass es doch irgendwie geistig nicht passt, dass die Widersprüche zum Himmel schreien . . .

Jörg Haider hatte sicherlich den Anfang gemacht, aus der Not eine Tugend abzuleiten, aufzubegehren, das aufzudecken, was es aufzudecken galt, aber das war auch schon alles . . . das ewige herumdümpeln bei ca. 6 Prozent der Wählerstimmen, setzte einen Gestaltwandel voraus, die Neuausrichtung, die Profilierungsneurosen standen plötzlich im Vordergrund, das suchen und finden eines neuen Klientels war die Marschrichtung . . . die üblichen Mittel: Kritik, Parolen, Hetzen, Sticheleien und vieles mehr . . . die Relativierung des früheren NS-Regimes war die Geburtsstunde einer ideologischen Hinwendung . . . Volksbegehren und andere Spielereien führten zu weiteren Grabenkämpfen und Abspaltungen . . . die Abstürze in den eigenen Reihen ist system-immanent, dadurch bleibt man am Ball, und sucht den Befreiungsschlag nach vorn . . .

Heutzutage schafft es die FPÖ das Verwirrspiel am Laufen zu halten, das ist ein Bühnenstück, gut durchchoreografiert, dabei wirken vor allem die sogenannte Volksgemeinschafts-Ideologie, ein Mittel, das sich gut an den Mann oder an die Frau bringen lässt . . . weiteres Kennzeichen sind: AGITATION IN HÖCHSTER POTENZ

Das Erstarken rechtsgerichteter Kräfte in Europa hat natürlich seine Ursachen, das ist inzwischen ein Tummelplatz durchgedrehter Politiker, die alles aufmischen, was man aufmischen kann, da wird man gleich fündig, denn Missstände gibt es im gesellschaftlichen Kontext in Hülle und Fülle, die Theorie von den Sündenböcken kommt hier gut zur Anwendung . . . es wiederholt sich die Geschichte . . .

Die Handreichungen der FPÖ zu anderen Gruppierungen gleicher Ausrichtungen sind manifest, werden ständig ausgebaut . . . da werden Manifeste aufgestellt und gleiche Identitäten zementiert . . .

Die FPÖ ist ein Sorgenkind, dient keiner wirklichen Weiterentwicklung einer lebendigen Demokratie, hier tummeln sich Figuren, deren Lebensläufe klare Bekenntnisse ablegen, wo es langgehen soll . . . an einem Gestaltwandel sind die Freiheitlichen nicht interessiert, sie interessiert das Vordergründige, das Billige, das Pauschale, das Nebensächliche . . .

Um allen Menschen eine Hoffnung, eine Zuversicht, eine Sicherheit zu geben, gehören andere Ideen und Konzepte auf den Tisch, aber nicht das Geschwafel, das Törichte einer selbstgefälligen Partei, die sich ständig in den Spiegel schaut und davon überzeugt ist, sie sind das Zünglein an der Waage, sie besitzen den Überblick, sie sind eben alles . . . H. C. Strache könnte sich vermehrt mit der Eigen- und Fremdwahrnehmung beschäftigen, das würde einige Dinge vorab klären . . . das komplexe Leben braucht andere Figuren!!!!!

Einbildung ist auch eine Bildung . . . Wie wäre es mit einem Nachhilfeunterricht???
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