06.07.2016, 08:17 Uhr

Wien-Wissen für Angeber: Wenn Lipizzaner Professoren-Titel bekommen...

Wenn Lipizzaner ihre elitäre Ausbildung abgeschlossen haben, erhalten sie den Titel „Professor“ – und werden dann zusätzlich auch so angesprochen. (Foto: Heinrich Linse/pixelio.de)

Neues Buch "Unnützes WienWissen 3": Die skurrilsten Fakten rund um unsere Stadt auf einen Blick. Wir verlosen drei Exemplare!

WIEN. Wussten Sie, dass Lipizzaner nach ihrer Ausbildung einen Titel verliehen bekommen? Oder dass die älteste Glocke Wiens nicht mehr läutet? Wir haben die kuriosesten Fakten aus dem Buch „Unnützes WienWissen 3“ gesammelt.

1. Kuchen en masse:
Im Café Central im 1. Bezirk werden jährlich Unmengen an Speisen und Getränken konsumiert: 320.000 Tassen Kaffee, 300.000 Mehlspeisen (davon 55.000 Stück Apfelstrudel und 25.000 Stück Sachertorte) sowie 16.500 Portionen Kaiserschmarrn landen jährlich in den Mägen der Besucher.

2. Halbe Miete:
Der 1. Stock beginnt in Wien erst im 2. Stock – vorher kommt noch das sogenannte „Mezzanin“, abgeleitet vom Italienischen für „halb“. Eingeführt wurde der Halbstock 1900, weil man sich damit die Stockwerksteuer ersparen konnte. Außerdem war die damit höher gelegene Beletage so noch besser zu verkaufen.

3. Muttersöhnchen:
Die Wiener Lipizzaner stammen alle von nur sechs verschiedenen Stammväter-Linien ab. Daher werden sie üblicherweise bei ihrem zweiten Vornamen (nämlich dem der Mutter) gerufen – etwa mit so klingenden Namen wie „Diana“ oder „Kitty“. Wenn die Lipizzaner ihre elitäre Ausbildung abgeschlossen haben, erhalten sie übrigens den Titel „Professor“ – und werden dann zusätzlich auch so angesprochen.

4. Vergessene Öffis:
Vor dem Jahr 1980 gab es noch Bruchstrich­linien, zum Beispiel 31/5. Dabei handelte es sich um Fahrzeuge, die die Strecke mehrerer Linien befuhren.

5. Alt, aber stumm:
Die älteste Glocke Wiens ist zwar nicht läutbar, befindet sich aber im Glockenturm im Stephansdom: die „Kleine Glocke“, gegossen um 1280 von Meister Konrad von München.

6. Sachertorten-Streit:
Das Hotel Sacher ist weltweit für seine Sachertorte bekannt. Das Problem dabei: Auch beim Demel gibt es die „Echte Sacher-Torte“. Ein über Jahre laufender Rechtsstreit zwischen den beiden Parteien wurde im Jahr 1963 außergerichtlich geregelt. Die „Original Sacher-Torte“ sollte es ab dann nur im Sacher geben. Die „Eduard-Sacher-Torte“ – auch genannt „Echte Sacher-Torte“ oder später „Demel’s Sachertorte“ – nur mehr beim Demel.

7. Kultkino ohne Gast:
Das Kultkino Schikaneder im 4. Bezirk steht seit dem Jahr 1986 unter der Leitung von Johannes Wegenstein. Der erste Film, der damals gezeigt wurde, war „Amadeus“ von Miloš Forman – zur ersten Vorstellung kam jedoch kein einziger Besucher.

8. Von X und Y:
Es gibt in ganz Wien keine einzige Straße, die mit X beginnt – dafür vier mit Y als Anfangsbuchstaben: Ybbsstraße (2. Bezirk), Yppengasse und Yppenplatz (16. Bezirk) sowie der Yella-Hertzka-Park (22. Bezirk).

9. Lüftungsverbot:
Die Vereinten Nationen zahlen an Österreich im Jahr sieben Cent Miete für die UNO-City – früher war es ein Schilling. Fenster gibt es in der UNO-City übrigens 24.000, öffnen kann man jedoch nur eines davon.

10. Ungewollte Namen:
Bei der Vergabe der Nummern für Straßenbahnen gab es von 1 bis 80 schon so ziemlich alles. Was aber mit Sicherheit noch nicht vergeben wurde, sind die Zahlen 19, 20, 23, 76 und die Buchstaben I, Q, X und Y.

Gewinnspiel

„Unnützes WienWissen 3“ versammelt auf 128 Seiten Fakten zum Lachen und Kopfschütteln. Das Buch ist im Holzbaum Verlag erschienen (ISBN: 978-3-902980-50-2). Wir verlosen drei Exem­plare: Einfach bis Donnerstag, 14. Juli 2016, mitmachen!

Die Aktion ist bereits beendet!

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Poldi Lembcke aus Ottakring | 06.07.2016 | 18:43   Melden
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Sylvia Kreye aus Meidling | 15.07.2016 | 23:25   Melden
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