Festival gegen Grenzen: Sind die drüben anders?

GREIN, NEUSTADTL (zin). Was haben Fische, Wildtiere, Jugendliche, Häuselbauer, Bordellbetreiber und die Oma gemeinsam? In Oberösterreich und in Niederösterreich andere Landesgesetze! Wollen Landespolitiker von Kids, den kommenden Wählern, noch ernst genommen werden, ist ein sofortiges Umdenken notwendig. Es ist schon später als fünf Minuten vor Zwölf. Warum? Immer mehr Bürger fragen sich:„ Sind die drüber der Donau anders?“ Die Landesgesetze sind es! Die Landesgrenze Niederösterreich – Oberösterreich ist eine „Gesetzesbarriere in Fluss“. Das Projekt des Mostviertler Landschaftsarchitekten Christian Winkler versucht im Rahmen des NÖ Viertelsfestivals mit Jugendlichen aus Grein und Neustadtl zu ergründen, weshalb man überhaupt noch Landesgesetze benötigt und wem diese eigentlich wirklich dienen?

Im Rahmen des Festivals wurde in den Hauptschulen Neustadtl und Grein hinterfragt, warum bundeslandabhängig Jugendliche mit unterschiedlichen Gesetzen konfrontiert werden. Oder, warum ihre Eltern beim Hausbau verschiedenen Regelwerken unterliegen? Oder, warum die Fische, Wildtiere oder die Oma aus Niederösterreich jetzt nicht so einfach in Oberösterreich gepflegt werden kann? Und warum ist das Bildungs- und Kindergartenwesen oder das Musikschulwesen anders?
Rechtsanwalt Andreas Chocholka diskutierte mit den Kids die Gesetzeslage. Diese hinterfragten, warum Menschen in den verschiedenen Bundesländern im Lichte der aktuellen Gesetze so unterschiedlich sind. „Den die jungen Oberösterreichern und Niederösterreichern war diese Tatsache vorerst gar nicht so bekannt. Je genauer Magister Chocholka die Rechtslagen erörterte, desto mehr wurde aus der Rechtslage eine Schieflage“, weiß Christian Winkler zu berichten.

Die Auflösung oder den Ansatz einer Auflösung gibt es am 15. Juni am Donauufer in Neustadtl-Wiesen und in Grein am Esperantoplatz. Eine Installation an beiden Ufern der Donau, Fähreinstiegstellen Neustadtl - Wiesen und Grein, wird sicher zum Nachdenken anregen. Gedacht ist daran, Anleihe bei Wilhelm Tell und dem Gesslerhut zu nehmen. Der Künstler Miguel Horn und Schüler der beiden Hauptschulen arbeiten schon am Schmuck der Hutinstallationen. Der Gesslerhut steht für untertäniges Verhalten. Da spielen die künftigen Wähler nicht mehr mit!
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4 Kommentare zum Beitrag
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Christine Mayr-Lumetzberger aus Grein am 14.06.2012 um 09:22 Uhr  
3.849
Robert Zinterhof aus Pabneukirchen am 14.06.2012 um 09:28 Uhr  
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Gerald Thomiszer aus Pabneukirchen am 14.06.2012 um 22:21 Uhr  
3.849
Robert Zinterhof aus Pabneukirchen am 14.06.2012 um 23:47 Uhr  
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