03.10.2016, 11:13 Uhr

Lokalaugenschein im neuen Business-Park Westside: Jungkur für Industrieruine

Der alte Firmenschriftzug ist noch zu sehen.

Der ehemaligen Druckerei Holzhausen in Auhof wird neues Leben eingehaucht.

PENZING. Umringt von Straßen, entsteht in Auhof der Wirtschaftsstandort Westside. Autofahrer, die häufig auf der Westautobahn unterwegs sind, werden das alte Gebäude der Druckerei Holzhausen wohl kennen. Fünf Jahre lang ist es leer gestanden. Aus ästhetischer Sicht ist die Lage nicht wirklich attraktiv, aber mit dem Auto ausgezeichnet erreichbar. Die bz war zu Besuch auf der Baustelle.

Derzeit braucht es jedoch noch viel Fantasie, um erkennen zu können, was hier entstehen soll. Vollkommen ausgehöhlte Räume, bereits für große Fenster in die Fassade geschnittene Löcher und Bauschutt prägen das Bild. Überall ragen Kabel aus dem Boden oder hängen von der Decke. Nicht zu vergessen diverse Bauarbeiter, die versuchen, den ehrgeizigen Zeitplan einzuhalten. Schritt für Schritt arbeiten sie sich durch das Gebäude vor.

In den Büroräumen im ersten Stock sieht es nicht viel anders aus: Hier sieht man erst die Anfänge der Arbeiten. So stapeln sich in einem Raum herausgerissene Teppichfliesen. Ansonsten herrscht in den ausgeräumten Büros mit farbigen Türrahmen noch 1990er-Jahre-Chic. Trotz der Lage inmitten von stark befahrenen Straßen ist es überraschend ruhig.

Aber nicht nur im Inneren wird alles umgekrempelt: Die Fassade erhält bald einen neuen Anstrich. Und der Parkplatz wird ebenfalls neu gemacht. Die Bagger graben bereits um. Ein bisschen Grün und 120 Parkplätze stehen auf dem Plan.

Lange Vorbereitung

Rund zwei Jahre lang hat Unternehmer Patrick Osterbauer daran gearbeitet, das Projekt vorzubereiten. "Durch Westside werden rund 40 Arbeitsplätze geschaffen", so Osterbauer. Insgesamt neun Millionen Euro steckt der Penzinger in die Jungkur für die Industrieruine im Autobahnkreuz Auhof.

Neben dem bereits eröffneten Fitnesscenter sollen hier im November unter anderem eine Gärtnerei und ein Händler für Tierbedarf einziehen. Einkaufen wird aber trotzdem nicht im Fokus stehen. Das nahe gelegene Auhofcenter bekommt hier keinen Konkurrenten. Das ist Absicht. Osterbauer ist auch ÖVP-Penzing-Obmann und sagt: "Wir würden uns selbst torpedieren, wenn wir doch sonst Wert darauf legen, die Einkaufsstraßen zu erhalten." Auf 400 Quadratmetern der insgesamt 10.000 entstehen Büros. Auch große Lagerflächen sind vorgesehen. Ungefähr 600 Quadratmeter stehen dafür zur Verfügung. Auf 1.500 Quadratmetern werden die Muskeln gestählt.
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