21.07.2016, 16:36 Uhr

Uns geht es gut - gerecht oder ungerecht?

Ja, uns geht es gut - ist das gerecht oder ungerecht?
"Uns geht es eigentlich doch sehr gut", meinte kürzlich ein Bekannter zu mir.
Ich dachte kurz nach, und im Verlauf der folgenden Diskussion
erklärte ich meine Meinung zur gegenwärtigen Lage der Armen in der Welt.

-Ja, warum geht es uns denn so gut? Nun, "von nix kummt nix", also muß man schon in die Hände spucken und fest zupacken, auf daß etwas geschaffen und entstehen kann. Wie zum Beispiel nach dem Jahr 1945, als Europa in großen Teilen in Schutt und Asche lag. Wenn damals nicht unsere Altvorderen (mit Hilfe des "Marshall-Planes") tatkräftig am Aufbau gewerkt hätten, ... -ja, dann wäre es nicht zu dem Wohlstand von heute gekommen.

Also: warum sollten wir uns dafür rechtfertigen (oder gar genieren),
dass es uns gut geht?
Es wäre viel mehr zu hinterfragen, warum es in anderen Ländern
(Europa, Afrika, Asien, Lateinamerika) mit dem Wohlstand nicht klappt.
Nur Auswirkungen bereden, ohne dazu deren Ursachen
zu nennen und kennen; das ist zu wenig.

Perspektivenwechsel -1- Kolonialismus
Das ist ein unrühmliches Kapitel vergangener Jahrzehnte (Jahrhunderte)
Die unterdrückten und ausgebeuteten Völker haben die Herrscher letztendlich abgeworfen.
Zwar haben die Kolonialmächte brauchbare Strukturen hinterlassen (Verwaltung und Schulen, Strassen, Bahn, Landwirtschaft), aber was hat die so befreite Bevölkerung daraus gemacht?
Kenner und Experten können uns darauf erschöpfend Auskunft geben.
In vielen ehemaligen Afrikakolonien herrscht zumeist Armut, Hunger
und - neue Unterdrückung durch Diktatorische Regime ...
==> Was nützt Entwicklungshilfe, wenn die Hilfe nicht richtig ankommt
oder umgesetzt wird.


Perspektivenwechsel -2- Flüchtlinge - Immigranten
Genfer Konvention von 1951_Konvention Punkt 4. -Auszüge:
... Flüchtlingsproblem ein soziales und humanitäres Problem ... Asylgewährung für bestimmte Länder eine unangemessen große Belastung darstellen kann
... Lösung des Flüchtlingsproblems nur durch internationale Zusammenarbeit ...
==> Da versagt die EU schon im Schengener Abkommen:
Kernsatz: ... Verpflichtung, die Außengrenzen angemessen, das heißt meist verstärkt, zu sichern.


Es ist Faktum, dass es nicht nur Kriegs-, sondern auch Wirtschaftsflüchtlinge gibt. Bei beiden ist es verständlich, dass sie ihre pers. Lage (bis hin zum Wohlstand) verbessern wollen.
Naive Gutgläubige (-und so manche Politiker) meinen,
dass "das Boot noch nicht voll" sei.

Welche Lösungen gibt es für die anstehenden Probleme, die da wären?
1. Unterbringung und Grundversorgung (=große finanzielle Belastungen_zahlt
die EU?)
2. Deutschkurse-verpflichtend _ 3. Arbeitsmarkt(?) _ 4. Anerkennung europäischer Werte

Resümme`:
Mit viel gutem Willen und gesundem "Hausverstand" sowie auf konstruktiven Reden auch die entsprechende Taten folgen lassen, ... ja, da sehe ich Licht am düsteren Horizont der Welt !
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