20.09.2016, 14:23 Uhr

Mauthausen: Vier Generationen im Wohn-Bauernhof

Vorne sitzend: Juliane Döberl, hinten von li.: Julia und Erwin Döberl mit Mama Waltraud Döberl. Die beiden Mädchen Johanna und Antonia.

Aus einstigem landwirtschaftlichen Betrieb wurde traditioneller und gleichzeitig moderner Wohnraum.

MAUTHAUSEN (eg). Der Bauernhof der Familie Döberl in Hinterholz liegt in der Mitte des Dorfes und trägt die Hausnummer eins. War er bis Anfang der 1990er Jahre noch ein landwirtschaftlich geführter Betrieb, mit Milchwirtschaft und Ackerbau, so ist er heute, mit seinem neuen, modernen, südlichen Ausbau, ein Wohn-Bauernhof, in dem vier Generationen unter einem Dach leben. Juliane Döberl ist am Hof geboren und heute mit ihren 92 Jahren die älteste Bewohnerin. Sie und ihr verstorbener Mann Alois haben über Jahrzehnte die Landwirtschaft mit der tatkräftigen Unterstützung von Schwager Karl Aichhorn und seiner Familie betrieben. Juliane Döberl war damals und ist bis heute die gute Seele des Hofes.

"Es haben immer alle zusammengeholfen"

„Wir sind eine sehr eng verbundene Familie. Es haben immer alle zusammengeholfen und jeder hat mitgearbeitet, sonst wäre vieles nicht möglich gewesen“, erzählt die Altbäuerin, die neben vielen ihrer Tätigkeiten besonders für ihre sensationell guten Kochkünste weit und breit bekannt war. Tochter Waltraud, sie ist von Beruf Lehrerin, und ihr viel zu früh verstorbener Ehemann Karl Döberl, er war Landesschulrat für höhere Schulen, haben die Landwirtschaft beendet und einen Teil des alten Bauernhofes zum Wohnen für sich und ihre drei Kinder Katharina, Julia und Stefan ausgebaut. Als dann 2009 der südliche Teil des Hofes in einem sehr desolaten Zustand war und einer Sanierung bedurfte, haben sich Waltrauds Tochter Julia und ihr Mann Erwin Döberl entschieden, diesen Teil für sich als Wohngebäude neu aufzubauen. Und so wurde aus dem schönen alten Bauernhof ein zum Teil traditioneller und zum Teil sehr moderner Hof, in dem nun mit den beiden Kindern von Julia und Erwin, Johanna und Antonia, die vierte Generation Einzug gehalten hat. Der moderne Ausbau fügt sich harmonisch dem traditionellen Teil an und bildet eine Symbiose, die von den Bewohnern auch so verstanden und gelebt wird. „Was uns beim Umbau ganz wichtig war ist, dass wir neben einem modernen Pool auch einen großen gemeinsamen Gesellschaftsraum (früher Kuhstall) bekommen haben, wo wir als Familie zusammenkommen können und uns alle sehr wohl fühlen“, erklärt Waltraud Döberl.
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